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Korruption: Ford will Mitarbeiter verklagen

In der Korruptionsaffäre bei Ford hat das Management Schadenersatzklagen in Millionenhöhe gegen betrügerische Mitarbeiter angekündigt.
Von Redaktion
19. Dezember 2010

Wie das deutsche Nachrichtenmagazin Focus in einem Vorausbericht vom Samstag berichtete, kündigt Ford-Chef Bernhard Mattes an, korrupte Mitarbeiter auf Schadenersatz in Millionenhöhe zu verklagen.

Systematischer Betrug

Gegen Ford-Mitarbeiter wird wegen des Verdachts auf Bestechung, der Untreue und des Betruges ermittelt. Im Visier der Staatsanwaltschaft stehen laut Focus vier Unternehmer und sechs Ford-Mitarbeiter aus dem Bereich „Plant Engineering“ der Kölner Konzernzentrale. Der Gruppenstab ist für die Auftragsvergabe beim Neu- oder Umbau von Werkshallen zuständig. Die Mitarbeiter sollen systematisch „materielle Vorteile“ von Firmen kassiert haben, die im Gegenzug bei der Auftragsvergabe bevorzugt wurden. Außerdem sollen die Ford-Mitarbeiter unberechtigte oder überhöhte Rechnungen abgezeichnet haben.
Vergangenen Montag hat die Staatsanwaltschaft Köln deshalb rund 30 Privatwohnungen und Büros mit 100 Beamten gestürmt.

Millionenschäden

Die Kölner Staatsanwaltschaft rechnet damit, dass dem Autobauer Schäden in zweistelliger Millionenhöhe entstanden sind. Dass organisatorische Mängel die Ursache für die Unregelmäßigkeiten gewesen sein könnten, wies Mattes Focus gegenüber zurück: „Wir haben klare Kontrollmechanismen, die im täglichen Geschäft sehr gut greifen“, sagte er. Diese seien jedoch durch die hohe kriminelle Energie der Mitarbeiter ausgehebelt worden.

(Es gilt die Unschuldsvermutung.)

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