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Kartellrecht: Siegelbruch kostet französische Firma 8 Millionen Euro

Die Europäische Kommission hat gegen den Wasserversorger Suez Environnment und dessen Tochtergesellschaft Lyonnaise des Eaux France (LDE) wegen eines Siegelbruchs eine Geldbuße in Höhe von 8 Millionen Euro verhängt.
Von Redaktion
26. Mai 2011

Die Kommission hatte vom 13. bis zum 16. April 2010 in Frankreich in den Geschäftsräumen verschiedener in den Bereichen Wasserversorgung und Abwasserreinigung tätiger Unternehmen kartellrechtliche Nachprüfungen durchgeführt, so auch bei der Lyonnaise des Eaux (LDE). Dabei brachten Fahnder in den Geschäftsräumen von LDE ein Siegel an. Als sie am Morgen des zweiten Tages zurückkehrten, stellten die Kommissionsbediensteten fest, dass das Siegel erbrochen worden war.

Die Kommission leitete umgehend eine Untersuchung ein. LDE und Suez Environnement räumten ein, dass ein LDE-Mitarbeiter das Siegel erbrochen hatte, gaben aber an, es habe sich um ein Versehen gehandelt.

Siegelbrüche stellen einen schwerwiegenden Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht dar. Die Kommission berücksichtigte bei der Festsetzung der Geldbuße von 8 Millionen Euro jedoch die sofortige und konstruktive Mitarbeit von Suez Environnement und LDE, die mehr Informationen als gefordert zur Verfügung stellten.

Die Nachprüfungen im Zusammenhang mit mutmaßlichen wettbewerbswidrigen Praktiken auf den Märkten für Wasserversorgung und Abwasserreinigung dauern noch an.

Quelle: EU-Kommission

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