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Europa: Frauen in der Forschung immer noch unterrepräsentiert

Obwohl der Anteil der Forscherinnen in Europa wächst, sind Frauen in wissenschaftlichen Disziplinen und Laufbahnen nach wie vor unterrepräsentiert. Dies ist die Aussage der neuesten Ausgabe des Berichts „She Figures der Europäischen Kommission.
Von Redaktion
08. April 2013

Dem am 5. April vorgelegten Bericht zufolge sind insgesamt nur 33 Prozent der europäischen Forscher, 20 Prozent der ordentlichen Professoren und 15,5 Prozent der Leiter von Einrichtungen im Hochschulsektor Frauen.

Der Frauenanteil an den Forschenden im Hochschulsektor liegt bei rund 40 Prozent, im staatlichen Sektor bei 40 Prozent und im Unternehmenssektor bei 19 Prozent. Obwohl die Zahl der Forscherinnen in allen Sektoren schneller gestiegen ist als die Zahl ihrer männlichen Kollegen (Forscherinnen: jährlich +5,1 Prozent, Forscher: +3.3 Prozent im Zeitraum 2002 bis 2009), haben Forscherinnen noch immer Schwierigkeiten, Führungspositionen zu erreichen. In der EU kommt in den wissenschaftlichen und administrativen Leitungsgremien im Durchschnitt auf jeweils zwei Männer nur eine einzige Frau.

Im Jahr 2010 lag der Anteil der weiblichen Studierenden (55 Prozent) und Absolventinnen (59 Prozent) über dem Anteil der männlichen Studierenden und Absolventen, doch die Zahl der männlichen Doktoranden und promovierten Hochschulabsolventen war höher als die Zahl der weiblichen Doktoranden und promovierten Hochschulabsolventinnen (49 Prozent bzw. 46 Prozent). Bei der Betrachtung der akademischen Laufbahnentwicklung lässt sich zudem feststellen, dass 44 Prozent der promovierten Forscher in der ersten Laufbahnstufe Frauen sind, dass der Frauenanteil in der höchsten Laufbahnstufe jedoch nur 20 Prozent beträgt. Die Unterrepräsentation der Frauen ist in Bereichen wie den Naturwissenschaften und Ingenieurwissenschaften noch ausgeprägter.

Die Kommission hat die Mitgliedstaaten zur Beseitigung der Hindernisse aufgefordert, die der Einstellung, dem Verbleib und der Laufbahnentwicklung von Forscherinnen entgegenstehen. Die Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern ist eine der wichtigsten Prioritäten der Kommission für die Verwirklichung des Europäischen Forschungsraums (EFR).

(Quelle: EU-Kommission/ KP)

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