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Bericht: Welche technischen Produkte sind am gefährlichsten?

Die deutsche Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin hat alle Meldungen über gefährliche Produkte in Deutschland gesammelt und analysiert. Nun wurde der Abschlussbericht veröffentlicht. Ein Ergebnis: Der Anteil chinesischer Produkte unter den Meldungen ist erheblich gesunken.
Von Redaktion
11. Juli 2012

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) veröffentlicht jährlich eine Auswertung der in Deutschland vorliegenden Meldungen über gefährliche technische Produkte. Jetzt ist der Report „Gefährliche Produkte - Informationen zur Produktsicherheit“ mit der Analyse der Daten aus dem Jahr 2011 veröffentlicht worden.

Für den Bericht ausgewertet werden neben der deutschen Tagespresse und den Meldungen über tödliche Arbeitsunfälle auch die nationalen RAPEX-Meldungen. RAPEX steht für „Rapid Exchange of Information System“ und ist das Schnellwarnsystem der Europäischen Kommission zu gefährlichen Produkten. Im Jahr 2011 gab es insgesamt 158 RAPEX-Meldungen aus Deutschland. Dabei wurden Produkte aus allen Kategorien berücksichtigt.

Besonders gefährlich: Maschinen, Kosmetik, Spielzeug

Bei allen beanstandeten Geräten, die der Maschinenrichtlinie unterliegen, bestand beispielsweise die Gefahr, sich zu schneiden oder durch umher fliegende Teile getroffen zu werden. Im Bereich Kosmetik konnte in einer Körperlotion ein nicht zugelassener Konservierungsstoff nachgewiesen werden.

Insgesamt gab es aus Deutschland 28 Meldungen über kosmetische Mittel. Ein Modell-Hubschrauber fiel negativ auf, weil die Gefahr bestand, durch rotierende Teile, die nicht richtig befestigt waren, verletzt zu werden.

National wurden acht Produkte gemeldet, die gegen die Spielzeugrichtlinie verstießen. Positiv zu vermerken ist, dass der Anteil chinesischer Produkte unter den Meldungen erheblich gesunken ist. Ob sich dieser Trend fortsetzt, muss sich jedoch in den Folgejahren erst noch zeigen.

Tödliche Arbeitsunfälle: Häufig am Bau

Bei der Analyse der tödlichen Arbeitsunfälle stellten die Wissenschaftler fest: Besonders häufig werden Baumaschinen wie Bagger oder Kräne als ursächlich oder mitursächlich für Arbeitsunfälle genannt. Viele Unfälle ereignen sich außerdem mit Arbeitsbühnen oder Gabelstaplern.

Die BAuA-Experten gehen davon aus, dass etwa jeder sechste tödliche Arbeitsunfall, an dem ein technisches Produkt beteiligt war, hätte vermieden werden können. Ingenieure sollten deshalb nach Meinung der Experten nicht nur den bestimmungsgemäßen sondern auch den vorhersehbaren Gebrauch des Produktes schon bei der Konstruktion berücksichtigen.

Der Bericht

I. Bentz, J. Blume, M. Honnacker, H.-J. Windberg, T. Wybierek:
 Gefährliche Produkte (Ausgabe 2012). Informationen zur Produktsicherheit
 1. Auflage. Dortmund: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2012. 
 ISBN: 978-3-88261-143-4, 152 Seiten, Papier, PDF-Datei
 Link zum Volltext (PDF-Datei, 1 MB)

(PM, kp)

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