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Abfallbewirtschaftung: Österreich supersauber

Ein von EU-Umweltkommissar Janez Potočnik veröffentlichtes Ranking zur Abfallbewirtschaftung in Europa listet Österreich auf Platz 1. Hierzulande wird mit Siedlungsabfällen europaweit am nachhaltigsten und umweltfreundlichsten umgegangen. Absolutes Schlusslicht der Tabelle: Griechenland.
Von Redaktion
08. August 2012

Ein neuer Bericht über die Bewirtschaftung von Siedlungsabfällen in den Mitgliedstaaten zeigt EU-weit enorme Unterschiede.

In Bereichen wie Gesamtabfallverwertung, Kosten der Abfallentsorgung und Verstöße gegen das EU-Recht wurden die 27 Mitgliedstaaten auf Basis von 18 Kriterien nach einem Ampelsystem (grün, gelb, rot) bewertet. Die sich daraus ergebende Leistungstabelle (Abbildung auf Seite 41 im Screening-Bericht - Link im Kasten unten) ist Teil einer laufenden Studie, die die Mitgliedstaaten heranziehen können, um ihre Leistung auf dem Gebiet der Abfallbewirtschaftung zu verbessern.

Tabellenführer sind mit je 39 Punkten Österreich und Belgien vor Dänemark, Deutschland, den Niederlanden und Schweden. Keines dieser Länder erhielt mehr als zweimal rot. Am anderen Ende der Skala präsentiert sich die Lage genau umgekehrt – grün ist eher selten.

Umweltkommissar Janez Potočnik sieht durch die Bewertung seine „schlimmsten Befürchtungen“ bestätigt: „In vielen Mitgliedstaaten werden riesige Abfallmengen noch immer auf Deponien – das ist die schlechteste Option – abgelagert, und dies, obwohl durchaus bessere Alternativen existieren und zur Finanzierung besserer Optionen Strukturfondsmittel zur Verfügung stehen.“

Zu den Mitgliedstaaten mit den größten Umsetzungslücken gehören Bulgarien, Estland, Griechenland, Italien, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Rumänien, die Slowakei, die Tschechische Republik und Zypern. Die Versäumnisse dieser Länder betreffen u.a. schlechte oder inexistente Abfallvermeidungsstrategien, mangelnde Anreize für den Verzicht auf Deponien und eine unzulängliche Abfallinfrastruktur.

Belgien, Dänemark, Deutschland, die Niederlande, Österreich und Schweden hingegen weisen umfassende Müllabfuhrsysteme auf und lagern weniger als fünf Prozent ihrer Abfälle auf Deponien ab. Sie verfügen über ausgefeilte Recycling-Systeme und ausreichende Abfallbehandlungskapazitäten und sind auch bei der Kompostierung leistungsstark. Typisch für diese Länder ist, dass sie in ihren Abfallbewirtschaftungsstrategien rechtliche, administrative und wirtschaftliche Instrumente wirkungsvoll verknüpfen.

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(PM, kp)

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