31. Juli 2025
EU-Regulierung/Digital Services Act
Die chinesische Plattform Temu verstößt laut einer vorläufigen Feststellung der EU-Kommission gegen den Digital Services Act der EU, da Temu das Risiko der Verbreitung illegaler Produkte auf dem eigenen Marktplatz nicht ausreichend bewertet. Schon seit Oktober 2024 steht die asiatische E-Commerce-Plattform unter Beobachtung. Sollten sich die Feststellungen der Europäischen Kommission bestätigen, muss das Unternehmen eine Bußzahlung fürchten. (MLEX)
Die großen US-amerikanischen Social-Media-Giganten wie X, Instagram oder Facebook müssen weiterhin den Content-Moderationsregeln der EU folgen, so ein Sprecher der EU-Kommission kürzlich. Mit dieser Meldung reagierte man in Brüssel auf die Kritik US-amerikanischer Politiker, welche das Argument brachten, die Regeln des Digital Services Acts würden einer Zensur gleichen. (MLEX)
Cybercrime
Kürzlich kam es zu einem gravierenden Hackerangriff in den USA: Angegriffen wurde die US-amerikanische Dating-App Tea für Frauen. So kam es zu einem Diebstahl von mehr als 72.000 Fotos und Identitätsnachweisen. Einige der gestohlenen Identitätsnachweise wurden auf der dubiosen Website 4Chan veröffentlicht, die sich mit falschen Informationen und frauenfeindlichen Inhalten einen "Namen gemacht hat". (Presse)
Künstliche Intelligenz
Nach der EU und den USA schlägt nun auch China seine eigene Version der KI-Regulierung vor: Man schlägt die Gründung einer weltweit agierenden Organisation für KI-Regulierung vor. Derzeit sei die KI-Regulierung global sehr zerstreut, so der chinesische Ministerpräsident Li Qiang auf der Welt-KI-Konferenz in Shanghai letzte Woche. Ihm zufolge sei es essenziell, die Koordinierung zwischen den Ländern zu verstärken, um ein weltweit anerkanntes Regelwerk für Entwicklung und Sicherheit von KI zu schaffen. (Presse)
Thomas Fuchs, Hamburgs Datenschutzbeauftragter, hat nun das Versäumnis der deutschen Bundesregierung angeprangert, bis zum 2. August Aufsichtsbehörden zu benennen, die die Durchsetzung des KI-Gesetzes der EU überwachen. Dies würde die Unternehmen benachteiligen, welche Ansprechpartner für Fragen benötigen. Fuchs richtete einen Appell an die Bundesregierung, rasch die nötigen KI-Behörden zu benennen und kritisierte auch die noch fehlende Umsetzung des KI-Gesetzes. (MLEX)
Autoren
Mag. Christiane Jördens Bakk.
Mag. Christiane Jördens, Bakk. hat Publizistik und Kommunikationswissenschaft an der Uni Wien studiert und bereits während ihres Studiums begonnen als Redakteurin, Texterin und Model zu arbeiten. A...