24. September 2025
Cybercrime
Der Automobilhersteller Stellantis ist einem Datenleck eines externen Dienstleisters zum Opfer gefallen. Man stellte kürzlich einen unbefugten Zugriff auf eine Plattform fest, die für den Kund:innendienst in Nordamerika in Gebrauch ist. Betroffen sind vor allem grundlegende Kontaktdaten von Kund:innen, sensible Daten wie Finanzinformationen sind hingegen unberührt geblieben. In den letzten Monaten wurden mehrere Cyberangriffe auf Autokonzerne gemeldet, unter anderem ein IT-Sicherheitsvorfall beim britischen Hersteller Jaguar Land Rover. (Presse)
Ein Cyberangriff auf den IT-Dienstleister Collins Aerospace am vergangenen Samstag führte vor kurzem zu erheblichen Störungen: Mehrere europäische Flughäfen (etwa Berlin, Brüssel, Dublin, London Heathrow) hatten in der Folge Probleme bei der Passagier:innenabfertigung. Es kam zu Verzögerungen, langen Warteschlangen und Annullierungen. (Presse)
Künstliche Intelligenz/EU-Regulierung
Ein Zusammenschluss von insgesamt 31 zivilgesellschaftlichen Organisationen hat ein Schreiben an die EU-Digitalverantwortliche Henna Virkkunen versandt, in welchem die Verzögerungen der Einrichtung von Durchsetzungsbehörden für den AI Act auf nationaler Ebene der Staaten in der Kritik stehen. Zudem spricht man sich deutlich gegen ein mögliches "Stop the clock" aus. (MLEX)
Die Plattformen Microsoft, Google, Apple und Booking werden derzeit unter dem Digital Services Act der EU aufgrund ihres Umgangs mit Online-Betrug geprüft. Die Unternehmen haben kürzlich von der EU-Kommission formelle Anfragen zur Auskunft erhalten. Dies soll den ersten Schritt der Prüfung unter dem DSA darstellen. (MLEX)
ESG
Die Europäische Kommission hat am Dienstag den Vorschlag eingebracht, die EUDR (Entwaldungsverordnung) um ein weiteres Jahr zu verschieben. Man äußerte Bedenken hinsichtlich des IT-Systems, welches für die Verfolgung von Importen landwirtschaftlicher Produkte verwendet werden soll. Sollte die Verschiebung genehmigt werden, würde sich die Anwendung der EUDR auf das Jahr 2027 verschieben, insgesamt die zweite Verzögerung seit der Verabschiedung des Gesetzes 2023. Betroffen sind von der EUDR Importe wie Kaffee, Kakao, Palmöl, Soja, Rindfleisch, Kautschuk und Holz. Für diese Rohstoffe muss nachgewiesen werden, dass sie gesetzeskonform produziert wurden und mit der derzeitigen Abholzung keinerlei Konnex aufweisen. (MLEX)
Autoren
Mag. Christiane Jördens Bakk.
Mag. Christiane Jördens, Bakk. hat Publizistik und Kommunikationswissenschaft an der Uni Wien studiert und bereits während ihres Studiums begonnen als Redakteurin, Texterin und Model zu arbeiten. A...