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Weltweite Bestechung: Tyco büßt mit über 26 Mio. Dollar

Wegen korruptiver Geschäftsanbahnungen in über einem Dutzend Ländern zwischen 2006 und 2009 hat sich der Industriekonzern Tyco mit den US-Behörden auf Strafzahlungen von insgesamt über 26 Mio. Dollar (20 Mio. Euro) geeinigt.
Von Redaktion
25. September 2012

Der im Schweizerischen Schaffhausen situierte Industriekonzern Tyco hat sich mit der US-Börsenaufsicht und den US-Justizbehörden auf ein „Settlement“ von umgerechnet 26,8 Mio. Dollar bzw. umgerechnet rund 20,8 Mio. Euro geeinigt. Damit erspart sich die Firma ein Strafverfahren wegen Verletzung des „FCPA“ – das US-amerikanisches Gesetz verbietet Auslandsbestechung durch Unternehmen.

Der Vorwurf der US-Behörden lautet, dass Mitarbeiter der Firma an über einem Dutzend internationalen Standorten Aufträge mit illegalen Mitteln ergattert haben sollen. Typischerweise sollen Schmiergeldzahlungen an Entscheidungsträger als „Provisionszahlungen“ oder über die Zwischenschaltung von Geschäftsvermittlern abgewickelt worden sein. Die auf diese Weise beschafften Aufträge haben dem Konzern, der weltweit über 100.000 Mitarbeiter beschäftigt, nach SEC-Berechnungen illegale Gewinne von insgesamt 10,5 Mio. Dollar (8,1 Mio. Euro) eingebracht.

In den Jahren von 2006 bis 2009 hat Tyco mit zwölf verschiedenen Systemen für Schmiergeldzahlungen operiert. Am profitabelsten erwiesen sich die buchhalterisch als „Provisionen“ ausgewiesenen Bestechungszahlungen in Deutschland, wo sich der illegale Gewinn auf 4,6 Mio. Dollar belief.

Neben der Gewinnabschöpfung von 10,5 Mio. kommen auf Tyco weitere Strafen in Höhe von 16,3 Mio. Dollar zu.

(Quelle: SEC / KP)

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