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Auslandsbestechung: Lufthansa Technik-Tochter zahlt 9 Mio. Euro Bußgeld

Das US-Justizministerium hat sich mit dem Flugzeugtechnikdienstleister BizJet auf die Zahlung von umgerechnet 9 Mio. Euro wegen Verstößen gegen US-Antikorruptionsgesetze geeinigt.
Von Redaktion
15. März 2012

Für die US-Justiz ist erwiesen, dass BizJet systematisch Amtsträger in Mittelamerika bestochen und damit gegen Bestimmungen des Foreign Corrupt Practices Act (FCPA) verstoßen hat.

BizJet-Mitarbeiter zahlten die Schmiergelder laut US-Justiz entweder direkt an öffentliche Entscheidungsträger - unter anderem in Mexiko und Panama - oder ließen sie über die Briefkastenfirma eines Sales Managers der Firma fließen.

Mit der Strafzahlung von 11,8 Mio. US-Dollar bzw. umgerechnet 9 Mio. Euro wurde die Untersuchung nun ausgesetzt. Innerhalb von drei Jahren muss das Unternehmen nun sein Compliance-Programm zur Korruptions-Prävention ausbauen und die Fortschritte dokumentieren, um aus dem Strafregister gestrichen zu werden.

Ebenfalls in die Untersuchungen der US-Justiz involviert war die Lufthansa Technik AG, da BizJet Mitglied der Lufthansa Technik Group ist. Von einer strafrechtlichen Verfolgung der deutschen Mutterfirma sieht die US-Justiz allerdings ab, unter der Voraussetzung, dass Lufthansa Technik rigorose interne Kontrollsysteme implementiert, um Korruptionsfälle künftig zu vermeiden.

Ausdrücklich lobt die Justiz die aktive Zusammenarbeit der beiden Firmen mit den Behörden.

(kp)

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