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Compliance-Verstoß: Siemens ernennt neuen Brasilien-Chef

Eine interne Untersuchung hat den Chef von Siemens Brasilien seinen Job gekostet.
Von Redaktion
12. Oktober 2011

Siemens hat Paulo Ricardo Stark (42) zum neuen CEO in Brasilien ernannt. Von dem bisherigen Landeschef in Brasilien, Adilson Antonio Primo (58) hat sich das Unternehmen mit sofortiger Wirkung getrennt.

Eine interne Compliance-Untersuchung habe einen gravierenden Verstoß gegen Konzern-Richtlinien in der Landesgesellschaft aufgedeckt, der vor 2007 geschehen war, informierte der Konzern in einer Pressemitteilung. Für Siemens gelte Null Toleranz bei Compliance-Verstößen. Die internen Untersuchungen zu dem Fall würden noch andauern.

Der neue CEO Paulo Ricardo Stark ist gebürtiger Brasilianer. Der Elektroingenieur war unter anderem für Siemens in Mexiko sowie an mehreren Stationen in Deutschland tätig, wo er zuletzt eine Business Unit des Industry Sektors führte.

Er übernimmt eine für Siemens wichtige, weil schnell wachsende Landesgesellschaft. Das Unternehmen erzielte in Brasilien im Geschäftsjahr 2010 einen Umsatz von rund 1,8 Milliarden Euro und einen Auftragseingang von 2,1 Milliarden Euro. Siemens hat in Brasilien rund 10.000 Mitarbeiter, 13 Fabriken und sieben Forschungszentren.

Am dynamischen Wachstum des Landes will das Unternehmen weiter teilhaben – zum Beispiel mit nachhaltigen Infrastrukturen für Städte und Großereignisse oder Angeboten für die Öl- und Gasindustrie und Erneuerbare Energien.

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