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Umweltausschuss: Regierung soll Fracking-Verbot prüfen

Der Umweltausschuss im Parlament hat gestern unter anderem über „Fracking“ diskutiert. Nun soll die Bundesregierung ein temporärers Fracking-Verbot prüfen. Sollten neue technische Möglichkeiten zur Verfügung stehen, könnte man das Verbot revidieren.
Von Redaktion
08. Oktober 2014

Der Abbau von Schiefergas ist in Österreich keine wirtschaftlich sinnvolle und umweltpolitisch vertretbare Option zur Sicherung der Energieversorgung. Diese Meinung teilen grundsätzlich alle Fraktionen im Parlament, wie sich bei der gestrigen Sitzung des Umweltausschusses zeigte.

Wegen der bekannten Umweltrisiken bezogen Sprecher aller Fraktionen Position gegen die Gewinnung von Schiefergas mittels „Fracking“. Während die Oppositionsparteien Fracking generell verbieten wollen, sehen ÖVP und SPÖ ein zeitlich begrenztes Verbot der kommerziellen Nutzung des „Hochvolumen-Hydrofracking“ in seiner jetzigen Form als eine gangbare Lösung, die die Regierung prüfen solle.

In einem Antrag fordern die Regierungsparteien daher die Bundesregierung auf, zu prüfen, ob ein temporäres „Fracking-Verbot“ notwendig ist. Sollten zu einem späteren Zeitpunkt neue technische Möglichkeiten zur Verfügung stehen, könnte man diese Entscheidung revidieren.

Eingefordert wurde von den Antragstellern Johann Höfinger (ÖVP) und Hannes Weninger (SPÖ) zudem eine Prüfung der gesetzlichen Notwendigkeiten, um Österreichs Trinkwasser vor Schiefergasförderung durch Chemikalieneinsatz zu schützen.

Die Sprecher der Opposition gaben demgegenüber zu bedenken, dass ein temporäres Verbot die Umwelt nicht ausreichend schütze, weil auch beim „Clean Fracking“ enorme Wassermengen, Bauxit-Sand sowie Stärke eingesetzt und das Grundwasser beeinträchtigt werde.

Außerdem spräche selbst gegen eine ökologisch unbedenkliche Methode der Schiefergas-Förderung immer noch das Klimaschutzargument, weil Schiefergas eine fossile Energiequelle ist, die in der Erde bleiben solle, fügte Abgeordnete Christiane Brunner von den Grünen hinzu.

Der ÖVP-SPÖ-Antrag wurde schließlich mit der Mehrheit der Regierungsparteien verabschiedet.

(Quelle: Parlament)

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