Navigation
Seiteninhalt

US-Börsenaufsicht belohnt erneut Whistleblower

Die US-Börsenaufsicht SEC hat drei Whistleblower mit insgesamt 25.000 Dollar belohnt – weitere Zahlungen sollen folgen. Ihre Tipps trugen dazu bei, einen falschen Hedgefonds-Manager auffliegen zu lassen.
Von Redaktion
03. September 2013

Die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC hat heuer im Sommer angeordnet, jeden der drei Informanten mit fünf Prozent jener Mittel zu belohnen, die sie aus Beschlagnahmungen gegen das Konstrukt „Locust Offshore Management“ und deren CEO Andrey C. Hicks lukriert. Darüber hinaus können die Tipp-Geber auch bei anderen Behörden, die in dem Fall ermitteln, um eine Belohnung ansuchen. Auch hier winken bis zu fünf Prozent der konfiszierten Gelder.

Andrey C. Hicks hatte sich bereits im Dezember 2012 in fünf Fällen des Internetbetrugs für schuldig erklärt. Er ist zu 40 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Nahezu 170.000 Dollar aus seinem Vermögen wurden von den Behörden bereits beschlagnahmt. Aus diesem Topf erhalten die drei Informanten jetzt jeweils 8.505 Dollar. Weitere Auszahlungen können laut SEC erfolgen, wenn weitere Besitztümer beschlagnahmt und taxiert worden sind.

Insgesamt wird das Vermögen von Hicks auf fast 845.000 Dollar geschätzt, die Whistleblower sollen laut SEC letztendlich 15 Prozent dieser Summe, also zusammen rund 125.000 Dollar, erhalten.

Die Identität der Hinweisgeber ist durch das Whistleblower-Programm der SEC geschützt. Laut SEC haben zwei von ihnen Informationen geliefert, die zum Start der Ermittlungen führten, sodass das Betrugskonstrukt aufgedeckt und weitere Investoren vor Schaden bewahrt werden konnten. Der dritte Whistleblower soll Schlüsselzeugen benannt und die Informationen der anderen beiden bestätigt haben.

Hintergrund

Das SEC-Prämienprogramm für Whistleblower wurde, gemeinsam mit einem verbesserten rechtlichen Schutz für Hinweisgeber, mit dem Dodd-Frank Act (2010) eingeführt und läuft seit August 2011. Die Bestimmungen sehen für die Belohnung entscheidender Hinweise eine Spanne von zehn bis maximal 30 Prozent der konfiszierten Güter vor. Prämien werden nur in solchen Fällen gewährt, wo die Behörde Geldbußen von über einer Million Dollar verhängt. Im August 2012 hat die SEC erstmals einen Informanten – mit 50.000 Dollar – prämiert.

Weitere Informationen zum Programm unter http://www.sec.gov/whistleblower.

(Quelle: SEC / Klaus Putzer)

Autoren

Redaktion

Die LexisNexis Österreich & Compliance Praxis Redaktion versorgt Sie regelmäßig mit aktuellen News und Informationen aus der Compliance Welt. Unser Ziel ist es Ihre tägliche Arbeit bestmöglich zu u...