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SEC deckt Insiderhandel durch jungen Broker auf

Die Securities and Exchange Commission (SEC) hat einen Analysten einer großen internationalen Investmentbank des Insiderhandels beschuldigt. Bill Tsai soll durch illegale Aktien-Transaktionen nahezu 100.000 US-Dollar Profit gemacht haben.
Von Redaktion
14. August 2019

Laut der beim Bundesgericht in Manhattan eingereichten Klage der SEC nutzte Bill Tsai, ein Junior-Investmentbanker im New Yorker Büro der Investmentbank RBC Capital Markets, sein Insiderwissen für verbotene Trades.

Tsai erfuhr von den Plänen der Siris Capital Group, Electronics for Imaging, Inc. (EFII) zu übernehmen durch ein Beratungsmandat seines Instituts im Zusammenhang mit der Finanzierung und Abwicklung der Transaktion. Nach Erkenntnissen der SEC hat Tsai daraufhin EFII-Call-Optionen gekauft, die er kurz nach der öffentlichen Bekanntgabe der Transaktion Mitte April 2019 mit einem Gewinn von rund 98.750 US-Dollar wieder abstieß.

Tsai soll versucht haben, seine illegalen Aktivitäten zu verbergen, indem er den Deal über ein Konto abwickelte, das er vor seinem Arbeitgeber versteckte. Dabei umging er auch Richtlinien der Bank, die von den Mitarbeitern verlangen, Wertpapiergeschäfte vorab genehmigen zu lassen.

„Wie aus der Anklage hervorgeht, hat Tsai fast 100.000 Dollar an illegalen Gewinnen lukriert, indem er streng vertrauliche Informationen missbrauchte“, sagte Joseph G. Sansone, Leiter Market Abuse Unit bei der SEC.

Die SEC wird die Rückzahlung der unrechtmäßig erworbenen Gewinne inkl. Zinsen sowie Strafzahlungen und Unterlassungsansprüche geltend machen.

Parallel dazu hat die Staatsanwaltschaft New York eine Strafanzeige gegen den Investmentbanker angekündigt.

(Quelle: SEC)

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