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China: US-Börsenaufsicht im Clinch mit Wirtschaftsprüfern

Die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC hat am Montag dieser Woche Verfahren gegen BDO, Deloitte, E&Y, KPMG und PwC in China eingeleitet. Die Behörde wirft den Wirtschaftsprüfern vor, durch das Zurückhalten von Unterlagen Ermittlungen zu behindern.
Von Redaktion
05. Dezember 2012

Nach Angaben der US-Börsenaufsichtsbehörde Securities and Exchange Commission (SEC) haben sich die chinesischen Außenstellen der Wirtschaftsprüfungsgesellschaften BDO, Deloitte, E&Y, KPMG und PwC geweigert, von den SEC-Ermittlern geforderte Audit-Unterlagen und andere Dokumente herauszugeben. Die Papiere stehen im Zusammenhang mit Ermittlungen der SEC gegen chinesische Unternehmen, die im Verdacht der Untreue gegenüber US-amerikanischen Investoren stehen.

Die SEC hat die chinesischen Filialen der genannten Prüfer wegen Verletzung des „Securities Exchange Act“ und des „Sarbanes-Oxley Act“ geklagt. Die beiden US-Gesetze schreiben vor, dass auch ausländische Wirtschaftsprüfer auf Anfrage Audit-Unterlagen herausgeben müssen, sofern die SEC-Ermittlungen Unternehmen betreffen, die auf US-Märkten tätig sind.

Laut SEC hatten die US-Ermittler über mehrere Monate hinweg vergeblich versucht, an besagte Papiere zu gelangen, da die Wirtschaftsprüfer nicht kooperiert hätten.

„Nur mit dem Zugang zu Arbeitspapieren von ausländischen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften kann die SEC die Qualität der zugrundeliegenden Audits testen und die Investoren vor der Gefahr der Bilanzfälschung schützen“, sagte dazu Robert Khuzami, Direktor der SEC-Enforcement-Abteilung. „Prüfer, die Audits vornehmen im Wissen, dass sie die gesetzliche Vorschrift zur Herausgabe solcher Arbeitsunterlagen nicht erfüllen können, müssen mit strengen Strafen rechnen.“

Ein Verwaltungsrichter wird nun ein Hearing vereinbaren, um über die Sanktionen gegen BDO und die "Big Four" zu entscheiden.

Das nun eingeleitete Verfahren steht im Zusammenhang mit einer groß angelegten Aktion der SEC gegen ausländische Emittenten. Unter anderem wurden die Aktien von knapp 50 Unternehmen aus dem Handel genommen, gegen 40 chinesische Emittenten bzw. Manager wurden Betrugsermittlungen eingeleitet.

(Quelle: SEC/ KP)

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