Navigation
Seiteninhalt

SEC zahlt Rekordsumme von 50 Mio. Dollar an Informanten

Anfang Juni hat die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC im Rahmen ihres Whistleblower-Programms einem einzelnen Hinweisgeber die bisher höchste Prämie zugesprochen. Insgesamt wurden seit Bestehen des Programms über 500 Millionen Dollar an Hinweisgeber ausbezahlt.
Von Redaktion
25. Juni 2020

Die US-Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchange Commission) gab am 4. Juni 2020 bekannt, einen Hinweisgeber mit fast 50 Millionen US-Dollar zu belohnen. Er hatte aus erster Hand detaillierte Informationen über das Fehlverhalten eines Unternehmens geliefert und damit ein erfolgreiches Verfahren ermöglicht. In der Folge konnten die Behörden geschädigten Anlegern beträchtliche Geldbeträge zurückerstatten.

Die 50 Millionen-Prämie ist der größte Betrag, der je im Rahmen des Whistleblower-Programms der SEC an eine Einzelperson vergeben wurde. Die zweitgrößte Belohnung in Höhe von 39 Millionen Dollar ging 2018 ebenfalls an eine Einzelperson, während sich im selben Jahr zwei Personen knapp 50 Millionen Dollar teilen durften.

„Diese Prämie markiert mehrere Meilensteine für das Whistleblower-Programm“, sagte Jane Norberg, Leiterin des SEC-Whistleblower-Büros. „Es ist die größte individuelle Auszeichnung für einen Informanten, die von der SEC seit Beginn des Programms bekanntgegeben wurde; die Gesamtsumme der von der SEC zugesprochenen Prämien steigt auf über 500 Millionen Dollar, davon allein über 100 Millionen Dollar in diesem Finanzjahr. Whistleblower haben sich als ein entscheidendes Instrument im Arsenal zur Betrugsbekämpfung und zum Schutz von Investoren erwiesen.“

Im vergangenen Monat gab die SEC noch zwei weitere Zahlungen an Informanten bekannt, in Höhe von 125.000 Dollar (23. Juni) bzw. 700.000 Dollar (19. Juni).

Hintergrund

Die SEC hat seit der ersten Zahlung an einen Whistleblower im Jahr 2012 insgesamt rund 501 Millionen Dollar an 85 Personen vergeben. Alle Zahlungen werden aus einem vom US-Kongress eingerichteten Anlegerschutzfonds geleistet, der vollständig aus den Geldbußen finanziert wird, die von der SEC eingehoben werden. Geld von geschädigten Anlegern wird für die Whistleblower-Prämien nicht verwendet.

Whistleblower können für eine Belohnung in Frage kommen, wenn sie der SEC freiwillig und rechtzeitig glaubwürdige Informationen zur Verfügung stellen, die zu erfolgreichen Ermittlungen führen. Whistleblower-Prämien können zwischen 10 Prozent und 30 Prozent der eingenommenen Geldbußen betragen, wenn diese 1 Million Dollar übersteigen.

Wie im Dodd-Frank-Act festgelegt, schützt die SEC die Anonymität von Whistleblowern und gibt keine Informationen preis, die deren Identität verraten könnten.

(Quelle: SEC)

Autoren

Redaktion

Die LexisNexis Österreich & Compliance Praxis Redaktion versorgt Sie regelmäßig mit aktuellen News und Informationen aus der Compliance Welt. Unser Ziel ist es Ihre tägliche Arbeit bestmöglich zu u...