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The Global Fund: Versickernde Hilfsgelder

Interne Untersuchungen bei The Global Fund ergaben, dass in Afrika teils bis zu zwei Drittel der Spendengelder nicht dort ankommen, wo sie sollten. Prominente wie Bono, Bill Gates oder Carla Bruni unterstützen die Organisation.
Von Redaktion
25. Januar 2011

In manchen Hilfsprojekten des „Globalen Fonds gegen Aids, Malaria und Tuberkulose“ (The Global Fund) verschwinden bis zu zwei Drittel der Spendengelder in dunklen Kanälen. Dies berichtete gestern die Nachrichtenagentur Associated Press mit Bezug auf eine Untersuchung der Organisation selbst aus dem Jahr 2010. Demnach seien gespendete verschreibungspflichtige Medikamente auf dem Schwarzmarkt aufgetaucht. Gefälschte Dokumente und manipulierte Bücher hätten Hinweise auf beiseite geschaffte Gelder gegeben. In Mauretanien seien etwa ganze 67 Prozent der Mittel für ein Anti-Aids-Programm falsch verwendet worden.

„Offen für die Aufdeckung von Korruption“

In einer Reaktion auf die Meldung stellte die Hilfsorganisation fest, dass die zitierten Vorfälle nur einen kleinen Teil des gesamten Spendenaufkommens betreffen würden und bereits Gegenmaßnahmen eingeleitet worden seien. Die letztjährige Untersuchung habe groben Missbrauch von Hilfsgeldern in vier von insgesamt 145 Empfängerländern aufgedeckt. In Dschibouti, Mali, Mauretanien und Sambia seien sofort Maßnahmen getroffen worden, um die versickerten Gelder wiederzugewinnen und Missbrauch in Zukunft zu verhindern.
Insgesamt seien 34 Millionen Dollar von insgesamt 13 Milliarden in diesen und anderen Ländern verschwunden. Für die Aufdeckung von Korruption sei The Global Fund stets offen, betonte Generaldirektor John Parsons.

In Mali, Mauretanien und Sambia sind laut dem Statement bereits Strafverfahren eröffnet worden. Außerdem sei die Auszahlung bedeutender Fördermittel in Mali und Sambia ausgesetzt und ein weiteres Förderprojekt in Mali beendet worden. Bei anderen Projekten in diesen Ländern seien dagegen zusätzliche Sicherheitsebenen eingezogen worden, sodass Bargeldtransfers nur mehr nach strenger Prüfung stattfinden können. Ähnliche Maßnahmen seien auch an der Elfenbeinküste und in Papua Neuguinea in Kraft.

In einem Beitrag in der Huffington Post lobt Bobby Shriver den Umgang der Hilfsorganisation mit der unvermeidlichen Korruption in gewissen Ländern als „Best Practice“.

www.theglobalfund.org


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