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Studie zum Österreichischen Gorporate Governance Kodex veröffentlicht

Das Aktienforum hat heuer zum achten Mal die Einhaltung des Corporate Governance Kodex in Österreich untersucht. Demnach entsprechen drei von vier börsenotierten Unternehmen in Österreich im Berichtsjahr 2011 dem Kodex.
Von Redaktion
20. August 2012

Drei von vier inländischen Emittenten (genau 75 Prozent) befolgen den Österreichischen Corporate Governance Kodex, 18 – vor allem kleinere – Unternehmen tun dies nicht. So lautet das Kernergebnis des „Kodex-Bericht 2012“, den das Aktienforum zum achten Mal durchgeführt hat.

Die Analyse der Jahresberichte 2011 in der Übersicht

Im Gesamtmarkt werden 91,7 Prozent aller C-Regeln – jene Regeln, bei denen eine begründete Abweichung erlaubt ist – eingehalten. Für den ATX liegt dieser Wert bei 95,2 Prozent. Im Vorjahr lag die Zustimmung im ATX bei 95 Prozent und im Gesamtmarkt bei 91,1 Prozent.

„Die Akzeptanz ist auf hohem Niveau nochmals gestiegen, österreichische Unternehmen befinden sich im internationalen Spitzenfeld bezüglich der Einhaltung von Corporate Governance Bestimmungen“, sagte bei der Präsentation der Zahlen Aktienforum-Präsident Robert Ottel.

Knapp der Hälfte der C-Regeln (20 von 43) wird von allen Unternehmen im Prime Market entsprochen. Im Gesamtmarkt werden immerhin zwölf Regeln von allen Unternehmen befolgt.

„Kritisch bewertet“ (Akzeptanz unter 90 Prozent) werden vierzehn Bestimmungen des Kodex: Dazu zählen beispielsweise Vorgaben für eine Geschäftsordnung im Vorstand, die bei einem oder zwei Vorständen oft als nicht notwendig erachtet werden, oder die Einrichtung einer eigenen Innenrevision, die vor allem kleine Unternehmen nicht vornehmen. Gleiches gilt für die Einrichtung eigener Ausschüsse im Aufsichtsrat für Vergütungsfragen und Nominierungen, die vor allem in kleineren Aufsichtsräten, die aus bloß drei bis fünf Personen bestehen, von den Unternehmen als nicht notwendig erachtet werden.

Vergleich mit empirischen Ergebnissen in Deutschland

In Deutschland überprüft das Berlin Center of Corporate Governance jährlich im Auftrag der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex die Einhaltung des Deutschen Kodex. Obwohl sich die Untersuchungsmethoden unterscheiden, ähneln sich die Ergebnisse für den DAX und den ATX stark.

Das Gefälle nach Marktsegmenten ist in Deutschland jedoch deutlich größer: im Gesamtmarkt werden durchschnittlich 85,8 Prozent aller Empfehlungen befolgt, im DAX liegt die Quote bei 96,3 Prozent. Diese Befolgungsrate wird – ebenso wie in Österreich – von der Unternehmensgröße beeinflusst. Bei größeren Unternehmen ist sie höher.

Vollständige Studie

(PM, kp)

Autoren

Redaktion

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