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Reduktion von Palmöl: Einhelliger Beschluss im Nationalrat

Ausgehend von einer Initiative der Grünen hat der Nationalrat am Freitag einen gemeinsamen Entschließungsantrag gegen die Verwendung von Palmöl verabschiedet. Mit dem Beschluss wird Bundesregierung dazu aufgerufen, eine Strategie zur Reduktion von Palmöl zu entwickeln.
Von Redaktion
15. Oktober 2017

Mit dem Beschluss sollen im Rahmen der öffentlichen Beschaffung Alternativen zu palmölhaltigen Stoffen geprüft und bei Futtermitteln Palmölfreiheit angestrebt werden.

Weitere Forderungen sind die Streichung der steuerlichen Begünstigung für Treibstoffe aus Palmöl sowie eine möglichst umfassende Reduzierung von Palmöl in allen Gütern des täglichen Gebrauchs.

Einigkeit über negative Auswirkungen von Palmöl

Palmöl, das in vielen Produkten zu finden ist, hat nach Ansicht der Nationalratsabgeordneten eine Vielzahl negativer Eigenschaften.

So waren sich alle Redner über die Mängel bei Umwelt- und Sozialstandards in der Produktion einig. Auch mutmaßlich negative Auswirkungen für heimische Landwirte werden mit Palmöl in Zusammenhang gebracht, weil heimische Fette und deren Produkte substituiert werden. Mit dem Beschluss sollen österreichische Produkte gestärkt werden.

Weiter steht Palmöl im Verdacht, an der Entstehung schwerer Krankheiten wie Krebs beteiligt zu sein.

Aus diesen Gründen plädierten die Nationalratsabgeordneten mehrheitlich auch dafür, dass sich Österreich auf EU-Ebene gegen Palmöl einsetzen solle. Die EU ist der drittgrößte Konsument von Palmöl weltweit.

(Quelle: Parlamentskorrespondenz)

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