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Pribil: Vertrauensverlust schädigt Kapitalmarkt

Zur Tätigkeit der FMA und insbesondere den Insiderhandel nahm im Ö1 Mittagsjournal Kurt Pribil, Vorstandsmitglied der FMA, Stellung.
Von Redaktion
19. November 2010

Nach der Anklage gegen OMV-Chef Wolfgang Ruttenstorfer wegen des Verdachts auf Insiderhandel (Compliance Praxis hat berichtet) stellte sich der gesamte Vorstand wie auch der Betriebsrat der OMV am Donnerstag hinter Ihren Vorstandsvorsitzenden. Auch Kleinanlegervertreter Wilhelm Rasinger bezeichnete im ORF-Radio das Handeln Ruttenstorfers als „Ungeschicklichkeit“ und will keinen Skandal erkennen. Aktionäre seien nicht absichtlich geschädigt worden.

Schon kurz nach Bekanntwerden der Anklage war auch Kritik an der Finanzmarktaufsicht FMA laut geworden, die den Fall ins Rollen gebracht hatte. Für Unverständnis sorgt insbesondere die Tatsache, dass Ruttenstorfer die im März 2009 erworbenen Aktien drei Jahre halten muss und folglich keinen Gewinn aus Kurssteigerungen abschöpfen konnte. Als „schwer nachvollziebar“ bezeichnet Ruttenstorfer selbst die Anklage.

Kurt Pribil, © Foto FMA
Kurt Pribil
FMA-Vorstandsmitglied Kurt Pribil (im Bild) nahm am Freitag im Ö1 Mittagsjournal zur Tätigkeit der FMA Stellung. Diese überprüfe jedes Jahr 23 Millionen Transaktionen auf ihre Ordnungsgemäßheit. Erst bei Verdachtsmomenten schreite die FMA ein.

Zum konkreten Fall wollte sich Pribil nicht äußern. Das Verbot von Insiderhandel unterscheide allerdings nicht, ob durch Transaktionen aufgrund von Insiderhandel Gewinn oder Verlust erzielt werde.

Wer über eine konkrete Information aus dem eigenen Unternehmen verfüge, dürfe nicht handeln. Ein entsprechendes Handeln würde in jedem Fall den Kapitalmarkt schädigen und für einen Vertrauensverlust sorgen, so Pribil.

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