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ÖCOV: Arbeitsgruppen trafen sich zum Austausch

Auf einem gemeinsamen Treffen der ÖCOV-Arbeitsgruppen wurden im Jänner erste Ergebnisse präsentiert und neue Arbeitsgruppen aus der Taufe gehoben.
Von Redaktion
02. März 2015 / Erschienen in Compliance Praxis 1/2015, S. 46

Kurz nach der Gründung des Österreichischen Compliance Officer Verbunds/ÖCOV bezeichnete sein erster Vorsitzender, Roman Sartor, die Arbeitsgruppen gegenüber dieser Zeitschrift programmatisch als „Herzstück“ des Vereins.

Nach einem Jahr des Bestehens erweist sich die Ansage als zutreffend: Die Arbeitsgruppen (AGs) „Organisation“, „Korruption und Missbrauch“ und „Kartellrecht“ haben bereits Leitfäden erarbeitet, die für Compliance Officer unmittelbar praktisch anwendbar sein sollen.

Am 19. Jänner 2015 trafen sich Mitglieder aller Arbeitsgruppen sowie interessierte ÖCOV-Mitglieder in den Räumlichkeiten der Kanzlei Schönherr in Wien, um die Ergebnisse aus den anderen AGs kennenzulernen und zu diskutieren. Der gemeinsame Termin sollte insbesondere auch Mitgliedern, die nicht in der Bundeshauptstadt sitzen, die Mitwirkung erleichtern.

Ab 12 Uhr mittags folgten rund 50 Personen den Referaten der AG-Leiterinnen: Eva Graf (OeNB) stellte die „Risikolandkarte“ der AG Organisation vor, Daniela Fabits (AustriaTech) präsentierte je rund zehnseitige Leitfäden zu Korruptionsbekämpfung, zu Geschenken und zu Sponsoring. Charlotte Eberl (Agrana) schließlich hatte mit ihrer Kartellrechts-Gruppe einen Leitfaden zu Hausdurchsuchungen zusammengestellt. TaylorWessing-Partner Martin Eckel, aktives Mitglied der AG Kartellrecht, gab im Anschluss Einblicke in einen aktuellen, noch nicht ausjudizierten Wettbewerbsfall, anhand dessen er spannende Rechtsfragen erörterte.

Auch vier neue Arbeitsgruppen wurden gegründet: Frank Arnold (Commerzbank) wird künftig die AG „Banken“, Thorsten Güldner-Bervoets (RZB) die AG „Sanctions“ und Rudolf Schwab (Telekom Austria) die AG „Emittenten-Compliance“ leiten. Weiters wird es neu eine AG „Lobbying“ unter der Leitung von Alexander Petsche (Baker & McKenzie) geben.

Ermöglicht hat den Nachmittag Gastgeberin Heidemarie Paulitsch, Counsel in der Kanzlei Schönherr. Nach dem offiziellen Programm gab es für Interessierte eine Führung durch das für den neuen Kanzleisitz adaptierte Gebäude am Schottenring, das 1878 von Architekt Rudolf Neumayr als Frucht- und Mehlbörse konzipiert worden war.

Die Leitfäden der einzelnen Arbeitsgruppen werden für ÖCOV-Mitglieder in Kürze auf www.oecov.at abrufbar sein.

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