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Nach Vorstandsabgang: ASFINAG prüft eigenen Compliance-Bereich

Nach Diskussionen rund um ein geschenktes Haus verlässt der Vorstandsdirektor der ASFINAG, Klaus Schierhackl, mit Ende Jänner den staatlichen Autobahnbetreiber. Der Aufsichtsrat der ASFINAG will nun prüfen lassen, ob „strukturelle Schwächen“ im Compliance-Bereich bestehen.
Von Redaktion
21. Januar 2019

Klaus Schierhackl verlässt mit 31. Jänner 2019 die ASFINAG, wo er seit 2007 Vorstandsdirektor tätig war. Laut einer Aussendung der ASFINAG hat der Aufsichtsrat einer einvernehmlichen Vertragsauflösung seine Zustimmung erteilt.

Öffentliche Diskussionen als Rückzugsgrund

Der scheidende Vorstandsdirektor begründete seinen Schritt gegenüber dem Aufsichtsrat mit den öffentlichen Diskussionen rund um seine Person: „Ich habe über viele Jahre erfolgreich Verantwortung für die ASFINAG getragen. Ich muss heute erkennen, dass die öffentliche Diskussion rund um meine Person eine gedeihliche Fortsetzung dieser Tätigkeit erheblich erschwert. Mit meinem Rückzug möchte ich einen Neubeginn im Unternehmen ermöglichen.“
Für die Zeit unmittelbar nach dem 31. Jänner 2019 hat der Aufsichtsrat Gabriele Csoklich, Gesamtprokuristin und Geschäftsführerin der ASFINAG European Toll Service GmbH, mit der interimistischen Wahrnehmung der Vorstandsagenden beauftragt.

Neuaufstellung des Vorstandes notwendig

Damit sei bis auf weiteres eine gesetzeskonforme Geschäftsführung der ASFINAG sichergestellt. Gleichzeitig wird die Ausschreibung des kaufmännischen Vorstandspostens in die Wege geleitet. Aufsichtsratsvorsitzender Peter Franzmayr: „Der Rückzug von Dr. Schierhackl macht nunmehr eine komplette Neuaufstellung des Vorstandes notwendig. Diese nehmen wir umgehend in Angriff. Nach einer ersten erfolgreichen Ausschreibung gehen wir davon aus, zeitnah wieder einen Finanzvorstand besetzen zu können.“

Prüfung des Compliance-Bereichs geplant

Ungeachtet des Rückzugs von Schierhackl soll die bereits eingeleitete Prüfung durch die vom Aufsichtsrat eingesetzte Untersuchungskommission fortgeführt werden. Damit sollen allenfalls vorhandene strukturelle Schwachstellen im Compliance-Bereich sowie in der Unternehmenskultur der ASFINAG identifiziert werden, um für die Zukunft geeignete Maßnahmen zu setzen, um diese allfälligen Defizite beheben zu können.

(Quelle: ASFINAG)

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