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Korruption in Mexiko: Orthofix büßt mit 5,2 Mio. Dollar

Aufträge für „Pralinen“: Nach jahrelanger Korruption in Mexiko schloss der Medizintechnik-Hersteller Orthofix jetzt einen Deal mit den US-Behörden.
Von Redaktion
11. Juli 2012

Die US-Börsenaufsichtsbehörde Securities and Exchange Commission (SEC) hat einen Vergleich mit dem US-amerikanischen Medizintechnikunternehmen Orthofix International in der Höhe von 5,2 Mio. Dollar (4,2 Mio. Euro) geschlossen. Orthofix werden Verstöße gegen den Foreign Corrupt Practices Act (FCPA) vorgeworfen.

Eine Tochterfirma des Konzerns, Promeca, hat demnach in Mexiko gewohnheitsmäßig Beamte geschmiert, um zu lukrativen Kaufverträgen mit öffentlichen Krankenhäusern zu kommen. Die Schmiergeldzahlungen liefen unter dem Codewort „Pralinen“.

Diese „Pralinen“ kamen als Bargeld, Laptops, Fernsehapparate oder Haushaltsgeräte daher, die entweder direkt an die Amtsträger übergeben oder an Scheinfirmen geliefert wurden, die Amtsträgern gehörten.

Das Korruptionssystem wurde laut Ermittlungen der SEC von 2003 bis 2010 aufrechterhalten und brachte Promeca an die 5 Mio. Dollar an illegalem Gewinn ein. Rund 300.000 Dollar sollen in Schmiergelder und Geschenke geflossen sein.

Nun willigte Orthofix in eine Vergleichszahlung in Höhe von 5,2 Mio. Dollar ein, mit der die Anklage fallengelassen wird.

Darüber hinaus hat sich die Firma unter anderem dazu verpflichtet, ihr FCPA-Compliance-Programm einem Monitoring zu unterziehen und die Ergebnisse zwei Jahre lang regelmäßig an die Aufsichtsbehörde zu übermitteln.

(kp)

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