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Insider-Trading: Ruttenstorfer freigesprochen

OMV-Chef Wolfgang Ruttenstorfer hat beim Kauf von Aktien seines eigenen Unternehmens nicht gegen Insiderrecht verstoßen, urteilte gestern das Straflandesgericht Wien.
Von Redaktion
28. Januar 2011

Der Generaldirektor der OMV, Wolfgang Ruttenstorfer, ist vom Vorwurf des Insiderhandels freigesprochen worden. Ruttenstorfer habe im März 2009, als er OMV- Aktien kaufte, nicht mit Bereicherungsvorsatz gehandelt. Seine Kaufentscheidung sei nicht vom Wissen über einen möglicherweise bevorstehenden MOL-Deal abhängig gewesen, urteilte die Richterin des Straflandesgerichts Wien. Staatsanwalt Michael Schön legte volle Berufung ein.

Ruttenstorfer war vorgeworfen worden, bei einem Insidergeschäft einen Vermögensvorteil von etwa 44.000 Euro erzielt zu haben. Der Manager hatte im März 2009 OMV-Aktien gekauft, kurz bevor der Konzern seine Anteile an dem ungarischen MOL-Konzern nach Russland verkauft hatte. Die Staatsanwaltschaft und die Finanzmarktaufsicht beschuldigten Ruttenstorfer, vom bevorstehenden Verkauf gewusst und Insiderwissen genutzt zu haben. Das Gericht befand nun, alleiniger Grund für Ruttenstorfers Kaufentscheidung sei das an dem Tag im Konzern fixierte langfristige Vergütungsprogramm für Vorstände gewesen. Der Konzernchef habe zwar über Insiderinformation verfügt, diese aber nicht ausgenützt, um sich zu bereichern.

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