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England: Erstmals Klage nach UK Bribery Act erhoben

In Großbritannien sind in einem Betrugsfall um Biotreibstoff-Investments drei Männer nach dem UK Bribery Act angeklagt worden. Es ist die erste derartige Klage durch die oberste Betrugsbekämpfungsbehörde SFO.
Von Redaktion
22. August 2013

Die britische Betrugsbekämpfungsbehörde SFO (Serious Fraud Office) teilte am 14. August mit, dass sie erstmals Anklage nach dem UK Bribery Act (UK-BA) erhoben habe. Das strenge Antikorruptionsgesetz ist am 1. Juli 2011 in Kraft getreten. Bislang waren lediglich kleinere Bestechungsfälle vor Bezirksgerichten nach dem UK-BA behandelt worden.

Das SFO strengt nach eigenen Angaben vor dem Westminster Magistrates Court einen Prozess gegen vier Männer an, die an einer Firma namens „Sustainable AgroEnergy“ beteiligt sind. Die Angeklagten werden beschuldigt, beim Anbieten von Biotreibstoff-Investmentprodukten an britische Anleger in betrügerischer Absicht Falschinformationen verbreitet zu haben.

Gegen drei der vier Männer erhebt das SFO auch Anklage wegen „des Anbietens bzw. der Annahme finanzieller Vorteile“, was den Bestimmungen 1(1) und 2(1) im UK-BA 2010 widerspricht.

Laut SFO soll sich der durch die Betrügereien angerichtete Schaden auf bis zu 27 Mio. Euro belaufen.

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