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EU-Kommission leitet Prüfverfahren zum Vertrieb von Flugtickets ein

Die Europäische Kommission hat ein förmliches Prüfverfahren eingeleitet, um zu untersuchen, ob Vereinbarungen, die die Buchungssystemanbieter Amadeus und Sabre mit Fluggesellschaften und Reisebüros geschlossen haben, unter Verstoß gegen die EU-Kartellvorschriften den Wettbewerb beeinträchtigen könnten.
Von Redaktion
26. November 2018

Amadeus und Sabre sind weltweit führende Anbieter von Computerreservierungssystemen, auch bekannt als Global Distribution Systems. Diese Systeme aggregieren Informationen zu Flugplänen, Sitzplatzverfügbarkeit und Ticketpreisen von mehreren Fluggesellschaften. Sie versetzen (sowohl online als auch über Ladengeschäfte tätige) Reisebüros und Reiseunternehmen in die Lage, Flugangebote zu vergleichen und für ihre Kunden Flugtickets zu reservieren und auszustellen.

Die Kommission wird prüfen, ob bestimmte Klauseln in den Vereinbarungen von Amadeus und Sabre mit Fluggesellschaften und Reisebüros diese unter Umständen in ihrer Möglichkeit einschränken, die Dienste anderer Flugticketanbieter in Anspruch zu nehmen. Dies könnte Anbietern neuer Ticketvertriebsdienste den Markteintritt erschweren und die Vertriebskosten für Fluggesellschaften, die letztlich auf die von den Verbrauchern gezahlten Ticketpreise abgewälzt werden, erhöhen.

Die untersuchten Vereinbarungen könnten gegen das EU-Wettbewerbsrecht verstoßen, nach dem Vereinbarungen zwischen Unternehmen untersagt sind, die den Wettbewerb im EU-Binnenmarkt verhindern, einschränken oder verfälschen.

Die Kommission wird dieser eingehenden Prüfung nun Vorrang einräumen. Das Prüfverfahren wird ergebnisoffen geführt.

(Quelle: EU-Kommission)

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