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EU-Geldwäsche-Prävention: Steigende Kosten für Banken?

Nach Einschätzung des IT-Dienstleisters Steria Mummert Consulting verteuern aktuelle Vorhaben auf europäischer Ebene die Geldwäsche-Prävention. Demnach brauchen Banken um bis zu 20 Prozent mehr Personal und IT.
Von Redaktion
30. April 2013

Die EU will Kriminellen das Reinwaschen von Geld erschweren. Steuer-Kommissar Algirdas Semeta will Schlupflöcher schließen, die bislang Steuerhinterziehung und Geldwäsche über Europas Banken ermöglichen. Größere Geldtransfers sollen besser zurückverfolgbar werden.

Geschäftsbewegungen hochrangiger Personen sollen beispielsweise darauf analysiert werden, wer der wirtschaftliche Nutznießer größerer Geldsummen ist, so ein Vorschlag der EU. Diese neue Regel beträfe vor allem Fonds und Briefkastenfirmen, bei denen der eingetragene Eigentümer den wahren Nutznießer verschleiert.

„Diese und weitere Vorschläge der EU um beispielsweise Steuerhinterziehung einzudämmen, bedeuten für die Banken, dass sie ihre Prozesse und IT an diese komplexeren Risikoprüfungen anpassen müssen. Das reine Abgleichen von Auslandsüberweisungs-Salden reicht nicht mehr“, sagt Martin Stolberg, Compliance-Experte von Steria Mummert Consulting.

Die Banken seien gefordert, Daten kontextbezogen auszuwerten, um Querverbindungen zwischen Personen und Firmen aufzudecken. Dadurch werden viele Banken gezwungen sein, Personal und IT-Ausstattung in den Compliance-Abteilungen um bis zu 20 Prozent  aufzustocken, schätzt der IT-Dienstleister.

(Quelle: Steria Mummit Consulting)

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