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ESG & Omnibus in der Praxis: Zwischen Regulierung, Umsetzung und strategischer Chance

Am 24. März 2026 stand bei Women in Compliance, einer Initiative von Women in Law, ein Vormittag ganz im Zeichen von ESG und Omnibus. In der Schiefer Bar in Wien bot sich neben fundiertem fachlichem Input auch Raum für persönlichen Austausch in angenehmer Atmosphäre.
Von Redaktion
31. März 2026

Nach einem ersten Networking eröffnete das Steering Committee der Fokusgruppe Women in Compliance & ESG den inhaltlichen Teil der Veranstaltung und setzte damit den Rahmen für eine praxisnahe Auseinandersetzung mit aktuellen regulatorischen Entwicklungen.

ESG-Regulierung im Wandel: Orientierung und offene Fragen

In ihrer Keynote ordnete Sonja Irresberger (KPMG Austria) die aktuellen Entwicklungen rund um ESG und Omnibus ein. Dabei wurde deutlich: Die regulatorischen Anforderungen nehmen weiter zu, gleichzeitig stehen viele Unternehmen vor der Herausforderung, diese sinnvoll in bestehende Prozesse zu integrieren.

Im Zentrum standen dabei zentrale Fragen aus der Praxis:
Wie lassen sich ESG-Themen priorisieren?
Und wie gelingt es, regulatorische Anforderungen nicht nur formal zu erfüllen, sondern strategisch zu nutzen?

ESG als Teil der Unternehmenssteuerung

Einen Einblick in die strategische Verankerung von ESG gab Monika Dauterive (Wiener Stadtwerke). Sie zeigte auf, wie ESG-Aspekte bereits in der Personalplanung berücksichtigt werden.

Dabei wurde deutlich, dass Themen wie Unternehmenskultur, Mitarbeiterbindung und Arbeitgeberattraktivität zunehmend als zentrale Steuerungsgrößen verstanden werden. ESG entwickelt sich damit von einer Reporting-Verpflichtung hin zu einem integralen Bestandteil der Unternehmensstrategie.

Umsetzung unter Druck: Struktur und Prozesse als Erfolgsfaktor

Die praktische Umsetzung von ESG-Maßnahmen unter realen Bedingungen beleuchtete Jutta Höfler (Plasser & Theurer).

Trotz sich verändernder regulatorischer Vorgaben und begrenzter Ressourcen werden ESG-Initiativen konsequent weiterverfolgt. Entscheidend sind dabei strukturierte und skalierbare Prozesse.

Besonders hervorgehoben wurde das Third Party Risk Management:
Teilweise automatisierte Abläufe tragen dazu bei, Effizienz zu steigern und gleichzeitig Compliance-Anforderungen zuverlässig einzuhalten.

Klimarisiken als Chance denken

Marina Luggauer (KPMG Austria) richtete den Blick auf den Umgang mit Klimarisiken. Ihr Beitrag machte deutlich, dass ESG nicht nur als Risiko, sondern auch als Chance verstanden werden sollte.

ESG-relevante Informationen gewinnen zunehmend an Bedeutung für Investitionsentscheidungen – sowohl auf Unternehmensseite als auch bei Banken und Investoren. Damit werden sie zu einem wesentlichen Bestandteil strategischer Überlegungen.

Fazit: ESG zwischen Pflicht und strategischem Mehrwert

Die Diskussion zeigte klar: Regulatorische Vorgaben schaffen Orientierung und Struktur – der eigentliche Mehrwert entsteht jedoch erst in der Umsetzung.

Unternehmen, die ESG aktiv in ihre Steuerungsmechanismen integrieren,

  • Risiken systematisch adressieren
  • Prozesse klar definieren
  • und Chancen bewusst nutzen 

können nachhaltige Wettbewerbsvorteile erzielen.

Austausch und Vernetzung im Fokus

Neben den fachlichen Impulsen bot die Veranstaltung auch ausreichend Raum für persönlichen Austausch und Vernetzung - ein wesentlicher Bestandteil der Initiative Women in Compliance.

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