29. Januar 2025
Cybercrime/Künstliche Intelligenz
Das chinesische KI-Start-Up DeepSeek steht im Kreuzfeuer der Kritik: Es soll einen Chatbot entwickelt haben, der genau die gleichen Funktionen vorweisen kann wie die KI-Systeme der KI-Riesen aus dem Silicon Valley, mit den Vorteilen, dass es quelloffen, effizienter und kostengünstiger ist. OpenAI-Chef Sam Altman wirft DeepSeek vor, sich von dem amerikanischen Vorbild OpenAI bedient zu haben, um ihre KI zu trainieren, nachdem ein massiver Datenabfluss über eine API-Schnittstelle festgestellt wurde. Die Vorwürfe gegen DeepSeek wiegen schwer: Sie umfassen sowohl Hacking-Angriffe als auch die Nutzung von Wissensdestillation, einer Technik des maschinellen Lernens. (Presse)
Datenschutz
Präsident Trump hat formell drei demokratische Mitglieder des Privacy and Civil Liberties Oversight Boards entlassen. Dies wiederum führte dazu, dass das Gremium nun zu einem schwierigen Zeitpunkt, an dem eigentlich ein Datenübertragungsabkommen zwischen den USA und der Europäischen Union beschlossen werden sollte, beschlussunfähig ist. (MLEX)
Antikorruption
Der Gründer der insolventen Immobiliengruppe Signa, René Benko, ist vergangene Woche in Tirol festgenommen worden. Das bestätigte die Wirtschafts- und Korruptionsanwaltschaft (WKStA) in einer Mitteilung. Die WKStA hatte zuletzt unter anderem wegen des Verdachts auf Betrug sowie der betrügerischen Krida gegen Benko ermittelt. Man nahm ihn nun wegen Verdunkelungsgefahr und Tatbegehungsgefahr fest. „Er soll eine Rechnung gefälscht sowie versucht haben, Vermögen zu verheimlichen und dem Zugriff von Behörden, Masseverwaltern und Gläubigern zu entziehen“, heißt es von der Behörde. Derzeit befindet sich Benko in Untersuchungshaft in Wien Josefstadt. (Presse)
Arbeitsrecht
Meta-Chef Mark Zuckerberg ließ jüngst damit aufhorchen, dass die leistungsschwächsten fünf Prozent der Mitarbeiter:innen von Meta das Unternehmen verlassen müssen, um Platz für neue "High-Performer" zu schaffen. Diese Entscheidung basiert auf einem internen Performance-Review-Programm. In Europa erzeugt dieses Handeln Unruhe. Die Tageszeitung Presse hat bei dem Arbeitsrechtsexperten Roland Gerlach nachgefragt: Minderleistung ist tatsächlich ein legitimer Kündigungsgrund, selbst wenn unverschuldet. Allerdings wird österreichischen Arbeitgebern nicht angeraten, sich Meta zum Beispiel zu nehmen, da man Kündigungen anfechten kann und möglicherweise vor Gericht begründen muss. (Presse)
EU-Regulierung/Digital Services Act
Wie kürzlich vom Sprecher der EU-Kommission, Thomas Regnier, bekannt gegeben wurde, sollen soziale Plattformen wie TikTok, Meta und X am 31. Jänner 2025 einem großen Stresstest seitens der EU unterzogen werden, rechtzeitig vor den deutschen Wahlen im Februar. Diese, von der EU-Kommission geleiteten Übungen, sollen garantieren, dass die Plattformen auf Bedrohungen wie Fehlinformationen oder Wahlbeeinflussung gut vorbereitet sind.
Autoren
Mag. Christiane Jördens Bakk.
Mag. Christiane Jördens, Bakk. hat Publizistik und Kommunikationswissenschaft an der Uni Wien studiert und bereits während ihres Studiums begonnen als Redakteurin, Texterin und Model zu arbeiten. A...