04. September 2024
Künstliche Intelligenz
Der KI-Chatbot ChatGPT darf sich aktuell über mittlerweile 200 Millionen User:innen freuen. Somit hat sich die Zahl der mindestens einmal im Monat aktiven Nutzer:innen seit November 2023 verdoppelt, wie das Unternehmen OpenAI über das eigene KI-Tool berichtet. In den Medien gibt es derzeit Schlagzeilen dazu zu lesen, dass OpenAI dabei ist, sich neues Kapital für eine Gesamtbewertung von rund 100 Milliarden Dollar zu sichern. Zu den möglichen Investoren zählen angeblich ua Apple und sowie Nvidia. (Presse)
Korruption
Auch international gesehen kommt es immer wieder zu großen Compliance-Skandalen, wie aktuell in Taiwan: Dem Vorsitzenden der taiwanesischen Volkspartei wird Korruption vorgeworfen. Dort herrscht mittlerweile ein Dreiparteiensystem (vormals ein Zweiparteiensystem), bei dem die Abgeordneten das Staatsoberhaupt und sein Tun genaustens unter die Lupe nehmen. So wurde Ko Wen-je, der ehemalige Bürgermeister der Hauptstadt Taipeh, öffentlichkeitswirksam zur Vernehmung geführt und im Anschluss sogar festgenommen. (Frankfurter Allgemeine Zeitung)
Datenschutz
In Österreich ließ eine Arbeitgeberin ihren Mitarbeiter im Krankenstand wegen eines möglichen "genesungswidrigen" Verhaltens observieren. Dabei geriet allerdings auch dessen Lebensgefährtin ins Visier des Ermittlers, weshalb es danach eine Beschwerde bei der Datenschutzbehörde gab. Wie der Verwaltungsgerichtshof (VwGH) nun bestätigt hat, sei der Detektiv mit seiner Tätigkeit tatsächlich zu weit gegangen. Mit seinen Beobachtungsgängen sowie mit einigen im Geheimen geschossenen Fotos von der Frau hat er den Datenschutz verletzt. (Presse)
Greenwashing
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) wirft dem Sportartikelhersteller Adidas Greenwashing vor und hat deshalb nun rechtliche Schritte gegen das Unternehmen gesetzt: Die DUH kritisiert, dass Adidas mit dem Claim wirbt, bis 2050 klimaneutral zu sein.
"Die DUH kritisiert, dass Adidas in seiner Werbung für die Zeit nach dem Jahr 2030 keine konkreten Maßnahmen nennt, wie dieses Ziel erreicht werden soll, obwohl nach Unternehmensangaben in diesem Zeitraum 70 Prozent der Gesamtemissionen reduziert oder kompensiert werden müssen", so heißt es seitens der DUH. Im ersten Schritt habe man Adidas noch außergerichtlich dazu aufgefordert, die Werbung anzupassen und ein Statement dahingehend zu veröffentlichen, dass man diese Art der Werbung nicht mehr umsetzen wird. Wenn Adidas dies nicht tut, möchte die DUH vor Gericht ziehen. (Nürnberger Nachrichten)
EU-Taxonomie
Mehrere Umweltorganisationen gehen nun gegen die Taxonomie-Klassifizierung der EU-Kommission vor: Neben Atomkraft und Erdgas gelten auch Investitionen in Kreuzfahrtschiffe und Flugzeuge offiziell als "grün", sofern diese zu einem bestimmten Anteil mit flüssigem Erdgas betrieben werden. Doch den Umweltorganisationen schmeckt dies nicht. Sie wollen gegen die EU-Kommission klagen, mit dem Ziel, dass die Einstufung aufgehoben wird.
Neben Claw – Initiative für Klimarecht haben sich an der Klage Protect Our Winters (Pow), Opportunity Green, Dryade und die niederländische Stiftung Fossielvrij beteiligt. Die Taxonomie sollte wissenschaftliche Fakten als Basis haben, nicht jedoch auf Wünsche der Industrien eingehen, so der Tonus. (Standard)
Autoren
Mag. Christiane Jördens Bakk.
Mag. Christiane Jördens, Bakk. hat Publizistik und Kommunikationswissenschaft an der Uni Wien studiert und bereits während ihres Studiums begonnen als Redakteurin, Texterin und Model zu arbeiten. A...