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Management Summary

Im Management Summary werden die zentralen Aussagen der Studie kompakt zusammengefasst.
Von Redaktion
14. April 2021

Compliance-Management-System – „State of the Art“ in modernen Unternehmen

  • Anlassfälle sind immer seltener der Startpunkt für die Einführung eines Compliance-Programms. In den Vordergrund rückt das Commitment des Managements, sei es, weil Compliance schlicht als „State of the Art“ angesehen wird, sei es, weil gesetzliche Vorgaben, Kunden, Industriestandards oder Aufsichtsbehörden das Vorhandensein eines CMS voraussetzen.
  • Zwei Drittel der Unternehmen, die noch kein CMS implementiert haben, planen dies in den nächsten zwei Jahren nachzuholen.
  • In 15% der Unternehmen agiert der Compliance Officer weitgehend isoliert, hier besteht Handlungsbedarf!

Gegen den Trend – Wachsende Ressourcen für Compliance

  • Die Ausstattung der Compliance-Abteilungen mit Personal und finanziellen Ressourcen sinkt trotz Krisenzeiten nicht. Im Gegenteil: Über ein Drittel der Befragten rechnet mit stark oder sehr stark steigenden Mitteln, fast zwei Drittel mit gleichbleibenden Budgets und Headcounts, fast niemand mit Kürzungen.

Whistleblowing – Hinweisgebersystem wird zum Kernelement der Compliance

  • Fast alle befragten Unternehmen haben bereits Whistleblowing-Systeme eingerichtet, die restlichen planen die Einführung. Knapp zwei Drittel verwenden ein elektronisches Hinweisgeberystem, was einen bemerkenswerten Qualitätssprung gegenüber 2018 bedeutet. Nach wie vor wichtigster Meldekanal ist aber der Compliance Officer oder aber eine andere Vertrauensperson.
  • Die größten Herausforderungen bei der Einrichtung eines Whistleblowing-Systems sind Unternehmenskultur und Akzeptanz durch die Mitarbeiter. Kosten sowie prozessuale und technische Fragen bereiten vergleichweise weniger Kopfzerbrechen.
  • Fast zwei Drittel aller Compliance-Vorfälle werden durch (anonyme) interne Hinweise aufgedeckt. Damit etabliert sich Whistleblowing als unverzichtbares Element des CMS.

Standards – Internationale Ausrichtung bringt steigende Akzeptanz

  • Die Internationalen Standards ISO 19600 (CMS) und ISO 37001 (Antikorruption) liegen in der Bekanntheit und Akzeptanz deutlich vor allen anderen lokalen oder nationalen Standards. Dies dürfte darauf zurückzuführen sein, dass die befragten Unternehmen im Hinblick auf einen globalisierten Markt ihre Compliance-Management-Systeme möglichst an international anerkannten Standards ausrichten wollen und müssen, um im globalen Wettwerb bestehen zu können.
  • Im Vergleich zur Studie aus dem Jahr 2018 ist das Interesse an der Zertifizierung der Compliance-Systeme signifikant gestiegen.

IT-Systeme & KI – Breite IT-Anwendung, ambivalente Sicht auf KI

  • Der Einsatz von spezifischer Software ist aus dem Compliance-Management nicht mehr wegzudenken. Im Vergleich zu 2018 finden IT-Tools in den Bereichen Geschäftspartnerprüfung, Whistleblowing sowie Einhaltung von Sanktionen und Embargos häufiger Anwendung.
  • KI-Anwendungen werden noch vergleichsweise selten eingesetzt, aber vielfach als (zukünftig) potenziell nützliches Hilfsmittel gesehen. Fast alle Befragten sind der Meinung, dass KI-Anwendungen Menschen nie völlig ersetzen können und der ethischen Kontrolle bedürfen.

Corona – Hohe betriebliche Resilienz, keine fundamentalen Auswirkungen

  • Für die meisten Befragten hat die Corona-Krise die guten Krisenbewältigungsfähigkeiten der eigenen Organisation gezeigt sowie die Erkenntnis gefördert, dass ein Großteil der Aufgaben digital erledigt werden kann. In vielen Compliance-Abteilungen wurden organisatorische Abläufe angepasst und Prozesse verbessert.
  • Die Pandemiesituation hatte aber kaum einschneidende Konsequenzen: Weder führte die Krise zu einer Aufwertung der Compliance in den Organisationen noch zu einem Stellenabbau im Compliance-Bereich.

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Autoren

Redaktion

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