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Auskunftspflichten bei KI-gestützten Entscheidungen

KI-gestützte Entscheidungen prägen zunehmend zentrale Lebensbereiche – von Kreditwürdigkeitsprüfungen über Personalentscheidungen bis hin zu sozialrechtlichen oder arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und Zugang zu Leistungen.
Von Dr. Axel Anderl , Mag.iur Alexandra Ciarnau
08. Juni 2026 / Erschienen in Compliance Praxis 2/2026, S. 11
Werden die in der Einleitung erwähnten Prozesse nicht mit herkömmlicher Software, sondern KI abgewickelt, sind für Betroffene die Entscheidungen noch schwerer nachvollziehbar. Der europäische Gesetzgeber reagierte darauf mit einem mehrschichtigen Transparenz- und Schutzregime. Während die DSGVO für automatisierte Entscheidungen im Einzelfall Grenzen setzt und flankierende Auskunftsrechte nach Art 15 Abs 1 lit  h iVm Art 22 DSGVO vorsieht, räumt die KI-VO in Art 86 ein Recht auf Erläuterung de...

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