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Update für COSO-Rahmenwerk

Das sogenannte COSO-Rahmenwerk ist als Standard für Interne Kontrollsysteme allgemein anerkannt. Nun soll es überarbeitet werden. Dabei soll das Thema Compliance eine stärkere Rolle spielen als bisher.
Von Redaktion
05. Dezember 2010

COSO – kurz für „Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission“ – hat Mitte November ankündigt, sein COSO-Modell überarbeiten und aktualisieren zu wollen. Mit dem Modell hat die US-amerikanische Organisation 1992 einen Standard für interne Kontrollen publiziert, der heute noch Geltung hat. Die 1985 gegründete Plattform COSO wird durch die fünf bedeutendsten US-Organisationen für Kontrolle im Finanz- und Rechnungswesen unterstützt.

Keine Revolution

Die Überarbeitung zielt darauf ab, das aktuelle Rahmenwerk und die damit verbundenen Evaluationsinstrumente dem zunehmend komplexer werdenden wirtschaftlichen Umfeld besser anzupassen, damit Organisationen weltweit Interne Kontrollsysteme noch besser ausarbeiten, einführen und steuern können.

„Organisationen können das aktuelle Rahmenwerk weiter benutzen, da dessen Basiskomponenten weiter gültig bleiben. Einige detailbezogene Leitlinien und Praxisbeispiele sind allerdings schon veraltet“, sagt COSO-Präsident David Landsittel. „Die Weiterentwicklung zielt nicht darauf ab, das Verständnis darüber, wie Interne Kontrollsysteme definiert und gesteuert werden, grundlegend zu verändern. Es geht vielmehr darum, besser verständliche und relevantere konzeptuelle Leitlinien und Praxisbeispiele zur Verfügung zu stellen.“

Mehr Compliance

Das COSO-Rahmenwerk genießt breite Akzeptanz als Standard für die Implementierung und Evaluierung Interner Kontrollsysteme, etwa für Transaktionen, Compliance und Finanzberichterstattung. In jüngerer Zeit hat es im Zusammenhang mit dem U.S. Sarbanes-Oxley Act von 2002 (SOX) und anderer nationaler Vorschriften spezielle Bedeutung erlangt. Für Österreich ist in diesem Zusammenhang vor allem das Unternehmensrechts-Änderungsgesetz von 2008 zu nennen. Insbesondere soll die Weiterentwicklung des COSO-Standards über das Thema Finanzberichterstattung hinausführen und etwa auch mehr Richtlinien in Bezug auf Compliance beinhalten.

PwC mit an Bord

Als Unterstützung für die Umsetzung des Projekts hat COSO das Beratungsunternehmen PwC Bord geholt. Außerdem wird ein „Advisory Council“ mit Vertretern aus Industrie, Wissenschaft, Behörden und NGOs gebildet, um während des Projekts praxisbezogenen Input zu garantieren.

Mehr Informationen unter www.coso.org

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