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Umweltrecht: Brüssel schickt Aero-Lkw auf den Weg

Die Europäische Kommission hat Vorschläge zu aerodynamischeren Lkw präsentiert. Diese sollen weniger Sprit verbrauchen und noch dazu die Sicherheit von Fußgängern und Radlern erhöhen. Ab 2018 könnten die neuen Laster schon über Europas Straßen rollen.
Von Redaktion
16. April 2013

Mit dem Vorschlag werden Führerhäuser mit abgerundeter Form und das Anbringen aerodynamischer Luftleiteinrichtungen am hinteren Teil des Anhängers zugelassen (s. Grafik). Diese Maßnahmen sollen zu einer erheblichen Verbesserung der Fahrzeugaerodynamik beitragen und damit die Kraftstoffkosten für einen im Fernverkehr eingesetzten Lkw, der jedes Jahr durchschnittlich 100.000 km zurücklegt, um rund 5.000 Euro pro Jahr senken.

Dies würde einer Verringerung der Treibhausgasemissionen um sieben bis zehn Prozent (bzw. 7,8 Tonnen CO2 für einen solchen Lkw über eine Strecke von 100.000 km) bedeuten.

Aerodynamischer LKW EU, © LexisNexis
Aerodynamischer LKW EU

Mehr Sicherheit und Wettbewerbsvorteile für Hersteller

Gleichzeitig verfügen Lenker von Lkw mit abgerundeten Scheiben über ein größeres Sichtfeld. Die Kommission schätzt, dass dadurch jährlich das Leben von 300 bis 500 Fußgängern und Radfahrern gerettet werden könnte.

Vorteile erhofft sich Brüssel durch die neuen Vorschriften auch auf Herstellerseite: Die Konzeption der neuen aerodynamischen Führerhäuser und der Luftleiteinrichtungen am Heck sollen den Herstellern die Gelegenheit bieten, neue Modelle zu entwickeln. Dadurch könnten neue Arbeitsplätze entstehen und das Wirtschaftswachstum in Europa angekurbelt werden.

Darüber hinaus dürfen nach dem Vorschlag Lastkraftwagen und Busse zusätzliches Gewicht aufweisen, wenn dieses durch die Verwendung von schwereren Batterien bedingt ist, die bei alternativen Antriebssystemen (Hybrid-, Elektro-Antriebe) erforderlich sind. Dies betrifft vor allem den Verkehr in Stadtgebieten und deren Umkreis. Das Ladevermögen von Lastkraftwagen dagegen ändert sich nicht.

Neue Fahrzeuge schon ab 2018 im Einsatz?

Die Vorschriften über die Spezifikationen für schwere Nutzfahrzeuge stammen aus dem Jahr 1996. Sie müssen nun aktualisiert werden, um technologischen Entwicklungen Rechnung zu tragen.

Der jetzt präsentierte Vorschlag muss sowohl vom Europäischen Parlament als auch von den Mitgliedstaaten gebilligt werden, bevor er Rechtskraft erlangen kann. Die neuen Lkw dürften laut Schätzungen ungefähr 2018-2020 auf Europas Straßen zu sehen sein.

(Quelle: EU-Kommission / KP)

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