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Transparency International veröffentlicht Korruptionsbarometer

Transparency International hat nach 2013 wieder ein Global Corruption Barometer publiziert. Manager werden demnach zunehmend als korrupt wahrgenommen. Deutschland schneidet am besten ab, für Österreich liegen keine Befragungsergebnisse vor.
Von Redaktion
18. November 2016

Das Global Corruption Barometer 2016 (GCB 2016) ist eine repräsentative Bevölkerungsumfrage in 42 Ländern in Europa und Zentralasien und untersucht unter anderem, wie korrupt einzelne Gesellschaftsbereiche wahrgenommen werden. (Download des GCB am Ende des Artikels)

Insgesamt schneidet Deutschland im internationalen Vergleich am besten ab. Von Vertretern der Politik, Verwaltung und religiösen Institutionen nehmen nur jeweils weniger als zehn Prozent der deutschen Befragten an, mehrheitlich korrupt zu sein. Justiz und Polizei werden als besonders wenig korrupt wahrgenommen.

Privatwirtschaft wird zunehmend als korrupt wahrgenommen

Bei der Wirtschaft hingegen fällt die Wahrnehmung deutlich negativer aus. Ein Drittel der Befragten in Deutschland nimmt an, dass alle oder die meisten Unternehmensleitungen in korrupte Machenschaften involviert sind.

Es scheine, dass die Unternehmen trotz eigener Compliance-Abteilungen und umfangreicher Regelwerke nicht über die angemessenen Instrumente verfügten, um Korruption wirkungsvoll zu bekämpfen, heißt es von Seiten Transparency International Deutschland.

 „Das Ideal des ehrbaren Kaufmanns scheint für viele aus der Zeit gefallen. Wir sehen jedoch, dass das beste Compliance-Management-System versagt, wenn Integrität nicht von der Unternehmensleitung vorgelebt wird“, so Edda Müller, Vorsitzende von Transparency Deutschland.

Unzulässige Einflussnahme bereitet Bürgern Sorgen

Integrität und Transparenz spielen bei politischen Institutionen eine große Rolle. Der Einfluss von Interessensgruppen auf den Gesetzgebungsprozess wurde von den Befragten besonders kritisch gesehen. 77 Prozent der Befragten in Deutschland stimmten der folgenden Aussage zu: „Wohlhabende Personen nutzen oft ihren Einfluss auf die Regierung für ihre eigenen Interessen, und es braucht strengere Regeln, um dies zu verhindern.“

TI Deutschland fordert daher einen „legislativen Fußabdruck“, der die Einflüsse aller beteiligten Interessengruppen im Gesetzgebungsprozess abbildet“.

Weitere Informationen

Zuletzt wurde das Globale Korruptionsbarometer 2013 veröffentlicht. Anders als bei dem Korruptionswahrnehmungsindex (Corruption Perceptions Index, CPI) liegen ihm nicht Experteninterviews, sondern breite Meinungsumfragen zugrunde. Für das GCB 2016 wurden in Europa und Zentralasien fast 60.000 Personen in 42 Ländern befragt. In Deutschland hat das Meinungsforschungsunternehmen TNS Opinion im Auftrag von Transparency International 1.500 Personen interviewt. Die Feldstudien wurden im Jänner und Februar 2016 mittels persönlicher Interviews durchgeführt.

(Quelle: TI)

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