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Textilfirmen publizieren Pläne für Nachhaltigkeit in der Lieferkette

Erstmals legen die Mitglieder im „Textilbündnis“ offen, wie sie konkret für menschenwürdige Arbeitsbedingungen, Umweltschutz und faire Löhne im eigenen Unternehmen und bei ihren Lieferanten sorgen wollen.
Von Redaktion
16. August 2018

Das „Textilbündnis“ wurde im Jahr 2014 als Antwort auf tragische Unfälle in Textilfabriken vom deutschen Bundesentwicklungsminister Gerd Müller initiiert. Mitglieder sind rund 130 Vertreter aus Bundesregierung, Wirtschaft, Nichtregierungsorganisationen, Gewerkschaften und Standardorganisationen. Beteiligte Unternehmen sind etwa Adidas, C&A, Hugo Boss oder Aldi.

Jetzt haben alle dazu verpflichteten Mitglieder ihre Maßnahmenpläne – die Roadmaps – für 2018 eingereicht, insgesamt 116. Die ersten 60 wurden bereits hinsichtlich der gesetzten Ziele und konkreter Umsetzungsschritte extern überprüft und sind daher öffentlich einsehbar (vgl. Infobox am Ende des Artikels). Die übrigen folgen bis September, wie es in einer Mitteilung des Textilbündnisses heißt.

Kinderarbeit eliminieren, Umwelt schützen

Die Maßnahmen der Mitglieder richten sich an einheitlichen, vorgegebenen Zielen aus. So müssen etwa alle Mitglieder Maßnahmen ergreifen, damit Kinderarbeit eliminiert wird. Darüber hinaus haben sich viele Mitglieder auch zusätzliche individuelle Ziele gesetzt. Die insgesamt geplanten Maßnahmen – rund 1.300 – beziehen sich unter anderem auf das Risikomanagement und den Umgang mit Beschwerden, die Vermeidung gesundheitsschädlicher Chemikalien, die nachhaltige Wassernutzung oder die Durchsetzung existenzsichernder Löhne. Dieses Vorgehen führt etwa im Bereich gefährlicher Chemikalien dazu, dass über 160 Substanzen schrittweise aus der Produktion verbannt werden. Bei Baumwolle streben die Mitglieder gemeinsam an, bis zum Jahr 2020 mindestens 35 Prozent nachhaltige und Bio-Baumwolle einzusetzen. Eine Zielsetzung, zu der alle Mitglieder, die Baumwolle verwenden, beitragen müssen.

Mit dem im Bündnis entwickelten Prozess wollen die Mitglieder auch zur Umsetzung des Nationalen Aktionsplans der deutschen Bundesregierung für Wirtschaft und Menschenrechte beitragen und ihr Handeln gegenüber Gesellschaft und Politik transparent machen.

(Quelle: Textilbündnis)

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