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Studie: Neue Medien als Risiko für Unternehmensreputation

Glaubt man einer von Deloitte beauftragten Studie, gewinnt das Management strategischer Risiken weltweit an Bedeutung. Am meisten sorgen sich Manager um die Unternehmensreputation. 2010 galt noch die Marke als gefährdetster Bereich. Soziale Medien werden verstärkt beäugt.
Von Redaktion
29. Oktober 2013

Die Studienergebnisse basieren auf einer von Forbes Insights weltweit durchgeführten Befragung im Auftrag von Deloitte – ein Drittel der befragten Unternehmensvertreter stammt aus dem EMEA-Raum (Europa, Naher Osten und Afrika).

In die Risikobewertung wird demnach heute alles mit einbezogen, was die Erreichung strategischer Unternehmensziele beeinflussen könnte. Länderübergreifend gelten Reputationsrisiken als die gefährlichsten, während intelligente Investitionen in Humankapital als wichtige Absicherung künftiger Risiken gesehen werden.

Risikomanagement ist Chefsache

Die Zuständigkeit für das Management strategischer Risiken ist auf der Führungsetage angesiedelt: In EMEA sind bei 28 Prozent spezielle Komitees der Geschäftsführung zuständig, bei 27 Prozent ist es die gesamte Geschäftsführung.

Im Unterschied zu den anderen Regionen gehört der Bereich aber nur bei neun Prozent zum Aufgabenfeld des CEO – in den Amerikas sind es immerhin 27 Prozent, in asiatischen Unternehmen sogar 31 Prozent, bei denen das Risikomanagement klare Chefsache ist.

Auf die Reputation kommt es an

Galt 2010 noch die Marke als gefährdetster Bereich, so ist es 2013 die Unternehmensreputation. Die Sorge um die Reputation betraf vor drei Jahren vor allem den Finanzsektor – heute zieht sie sich durch nahezu alle Branchen. Diese Verschmelzung spiegelt laut den Studienautoren die zunehmende Macht der sozialen Medien wider.

Das größte Risiko für das jeweilige Geschäftsmodell geht indes von neuen Technologien aus. Diese wirken sich meist unmittelbar auf Unternehmensstrategien aus. Big Data, Mobile, Social Media & Co. waren für 88 Prozent der Unternehmen in EMEA Anlass, ihre Strategien zu überarbeiten – genauso viele wie in den Amerikas, aber glatte zehn Prozentpunkte weniger als in Asien. Konkret zeigt sich dies bei den sozialen Medien, die nun häufig einem kontinuierlichen Monitoring unterzogen werden.

Neudefinition von „strategischem Risiko“

Auffällig ist, dass sich das Verständnis strategischer Risiken in den letzten Jahren erweitert hat: Inzwischen fokussieren die Unternehmen nicht mehr nur auf Risiken, die eine oder mehrere konkrete Unternehmensstrategien gefährden könnten, sondern auf alle Schlüsselfaktoren, die sich auf die langfristige Performance und Positionierung auswirken.

Generell investieren Unternehmen vor allem in ein stärkeres Risiko-Monitoring und in eine entsprechende personelle Ausstattung.

(Quelle: Deloitte)

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