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Studie: Compliance-Verantwortliche im Stress

Ein Berufszweig unter Druck: Glaubt man einer aktuellen US-amerikanischen Studie sind Compliance Officer einem ungesund hohen Stresspegel ausgesetzt.
Von Redaktion
20. Januar 2012

Eine aktuelle Befragung aus den USA unter nahezu 1.000 Compliance-Mitarbeitern aus öffentlichen und privatwirtschaftlichen Organisationen vermittelt das Bild einer Berufsgruppe im Dauerstress. Vor allem immer neue Regularien, aber auch Animositäten innerhalb der Firma sind demnach wichtige Ursachen für Stressreaktionen und Kündigungsphantasien.

Zentrale Ergebnisse

  • 58 Prozent der Befragten gaben an, öfters mitten in der Nacht mit bösen Gedanken ans Büro aufzuwachen. 60 Prozent haben im abgelaufenen Jahr schon einmal oder öfter eine Kündigung erwogen.

  • 58 Prozent fühlen sich von anderen Abteilungen des Unternehmens isoliert oder gar angefeindet.

  • Die drei größten Stressauslöser sind ständig neue Regularien (24 Prozent) sowie das Verhindern (16 Prozent) bzw. Ausbügeln (14 Prozent) von Compliance-Verstößen.

  • In Bezug auf andere Abteilungen bewerten die Befragten das Verhältnis zur Rechtsabteilung und zur Internen Revision als besonders gut, während Sales an letzter Stelle der Beliebtheitsskala rangiert.

  • Auch budgetäre Fragen geben Compliance-Verantwortlichen nicht selten Anlass zur Sorge. Insgesamt 73 Prozent bezeichnen die finanzielle Ausstattung ihrer Abteilung als bei Weitem zu gering oder als kaum ausreichend.

Schlussfolgerungen

Die Studienautoren schließen aus den Ergebnissen dass...:
a) ...viele Compliance Officer einem ungesund hohen Stresslevel ausgesetzt sind;
b) ...kein alleiniger Auslöser für diesen Stress zu identifizieren ist;
c) ...das Verhältnis zur Rechtsabteilung nach wie vor gut ist, obwohl Compliance in vielen Firmen aus der Rechtsabteilung ausgegliedert wurde;
d) ...das Verhältnis zu Sales im Allgemeinen verbesserungswürdig ist, da Compliance-Maßnahmen offenbar noch häufig als Hürden für den Abschluss von Geschäften wahrgenommen werden.

Die Studie

Die Untersuchung wurde von der "Health Care Compliance Association" (HCCA) und der "Society of Corporate Compliance and Ethics" (SCCE) im Oktober und November 2011 durchgeführt. Mit Hilfe der Software Zoomerang wurden Mitglieder bzw. Kontakte der beiden Organisationen online befragt. Über 970 der angeschriebenen Personen beantworteten die Fragen.

Download der Studie:

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(red)

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Redaktion

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