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Rückblick: Compliance Event „Safe Business in China“ – Große Chancen, große Risiken

An die 30 Unternehmensvertreter verschiedenster Branchen, darunter etwa die Stahlindustrie, Transport & Logistik, Zahlungsdienstleistungen oder Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, folgten der Einladung von Taylor Wessing zum Compliance Event „Safe Business in China“, der im November in der WKO in Wien stattfand.
Von Redaktion
02. Dezember 2013 / Erschienen in Compliance Praxis 4/2013, S. 43

Neben einem Vortrag von PwC über chinesische Bilanzen und einem Erfahrungsbericht von arsa Consulting GmbH widmete sich Taylor Wessing-Partner Mike Goldammer dem Thema „Herausforderung Compliance – Risiken kontrollieren und Haftung minimieren“. Moderiert wurde die Veranstaltung vom Leiter der deutschen Compliance Group von Taylor Wessing, Andreas Wirth.

Ziel des Vortags war es, die Gäste auf die zunehmende Bedeutung von Compliance in China aufmerksam zu machen. Die Chancen, die der chinesische Markt für Investoren bietet, lassen allzu oft die gleichzeitig bestehenden Risiken vergessen. Ein häufig auftretendes Problem im Zusammenhang mit geschäftlichen Aktivitäten im Land des Lächelns ist das „Aufeinandertreffen von westeuropäischen Standards mit der chinesischen Realität“, so Mike Goldammer im Rahmen seines Vortrages.

Business in China_580px, © Foto: TaylorWessing
Business in China_580px

Vlnr: Wolfgang Haselberger, arsa consulting GmbH; Andreas Wirth, Taylor Wessing; Christina Schösser, WKO; Mike Goldammer, Taylor Wessing; Jens-Peter Otto, PwC

Vergehen strengstens bestraft

Der China-Experte, der selbst einige Jahre in Schanghai und Peking gelebt hat und Mitglied der „Taylor Wessing China Group“ ist, berichtete von den Veränderungen, die im Zusammenhang mit Compliance seit dem Wechsel der Partei- und Staatsführung 2012/2013 vor sich gehen, speziell, was Korruption betrifft. Demnach stehen nun Militär und Verwaltung ebenso unter strenger Kontrolle wie die Wirtschaft. Derzeit werden vorwiegend „kritische“ Branchen, wie etwa Gesundheit, Pharmazie oder öffentlicher Transport genauestens unter die Lupe genommen und im Zuge dessen bei Vergehen auch ausländische Unternehmen strenger verfolgt. Es ist jedoch davon auszugehen, dass künftig auch andere Industriezweige vermehrt kontrolliert werden. Illegale Geschäftsaktivitäten werden dabei unter Umständen nicht nur in China geahndet – auch in den Heimatländern drohen mittlerweile beträchtliche Geldbußen.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Den Teilnehmern der Veranstaltung gaben Mike Goldammer und Andreas Wirth schließlich „To Do‘s“ mit auf den Weg: Um in China erfolgreich zu sein, müssen sich Investoren früh genug mit dem Thema Compliance auseinandersetzen. Eine umfassende Risikoanalyse sollte ebenso Teil einer Geschäftsanbahnung sein wie eine wirksame Implementierung von unternehmensinternen Richtlinien – auf Managementebene wie auch bezogen auf das gesamte Unternehmen. Sämtliche Mitarbeiter sollten sowohl sensibilisiert als auch trainiert werden. Das Sprichwort „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“ trifft auf wirtschaftliche Aktivitäten in China mehr denn je zu. Die größten Compliance- Risiken liegen in der Regel bei Geschäftsbeziehungen zu Dritten, eine Pflicht sollte daher auch die Auseinandersetzung mit sämtlichen Geschäftspartnern darstellen.

Und ein letzter Tipp: Regelmäßige Audits sollten ebenso an der Tagesordnung stehen wie die strenge Kontrolle des Firmenstempels!

Der Vortrag von Mike Goldammer kann unter r.erdmann@taylorwessing.com angefordert werden.

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