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Rassistische Kreditvergabe: Millionenbuße für Bank of America

Die Hypothekenbank Countrywide soll Farbigen jahrelang in diskriminierender Weise zu hohe Kreditzinsen berechnet haben. Jetzt muss die neue Besitzerin des Instituts, die Bank of America, die Betroffenen mit 257 Millionen Euro entschädigen.
Von Redaktion
22. Dezember 2011

Das US-Justizministerium hat am gestrigen Mittwoch, 21. Dezember, den größten jemals erzielten Vergleich der US-Justizgeschichte bekanntgegeben. 335 Millionen US-Dollar (257 Millionen Euro) an Entschädigungszahlungen muss die Bank of America für diskriminierende Kreditvergabepraktiken ihrer Tochterfirma Countrywide, die sie 2008 erworben hat, aufbringen (heute firmiert Countrywide als Bank of America Home Loans).

Countrywide, die einst größte Hypothekenbank des Landes, soll auf der Höhe des Immobilienbooms zwischen 2004 und 2008 200.000 Kreditnehmern überhöhte Zinsen berechnet haben – offenbar nur wegen ihrer Herkunft und Hautfarbe. 10.000 der afro- bzw. hispano-amerikanischen Bankkunden sollen falsch eingestuft worden sein und statt den ihnen zustehenden Premium-Konditionen lediglich „Subprime“-Kredite erhalten haben.

Ein farbiger Kreditnehmer in Los Angeles habe zum Beispiel für ein 200.000-Dollar-Darlehen durchschnittlich rund 1.200 Dollar mehr an Zinsen zahlen müssen als ein ähnlich eingestufter weißer Kunde, rechnet das Ministerium vor.

Mit dem Bußgeld sollen die betroffenen Bankkunden entschädigt werden. Countrywide hatte während des Immobilienbooms rund vier Millionen Hypothekarkredite vergeben.

(red)

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