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Nachwuchs-Manager in Österreich: Loyalität wichtiger als Kompetenz

Bei der Auswahl zukünftiger Leistungsträger in den eigenen Reihen achten Firmen in Deutschland und der Schweiz stärker auf die fachliche Kompetenz ihrer Angestellten. In Österreich sind laut einer Studie Loyalität und Engagement wichtiger.
Von Redaktion
18. Januar 2012

Unternehmen stehen vor der immer größer werdenden Herausforderung, leitende Positionen auf lange Sicht adäquat zu besetzen. Umso erstaunlicher, dass es etwa in jeder zweiten Firma in Deutschland, Österreich und der Schweiz kein Talent-Management-Programm gibt, um potenzielle Führungskräfte intern zu identifizieren. Zu diesem Ergebnis kam der spezialisierte Personaldienstleiser Robert Half im Rahmen seiner Studie Workplace Survey.

Das Gute liegt so nah

„Unternehmen müssen bei der Suche nach qualifizierten Mitarbeitern mit Führungsqualitäten nicht in die Ferne schweifen, denn oftmals schlummern ungeahnte Talente innerhalb der Firma“, erklärt Sven Hennige von Robert Half International. „Umso wichtiger ist es, einen Talentpool aufzubauen, um vielversprechende Kandidaten rechtzeitig zu erkennen und sie zu Führungspersönlichkeiten auszubilden. Das Fördern der eigenen Mitarbeiter hat einen weiteren positiven Effekt: Es steigert die Arbeitgeberattraktivität.“

Engagement vor Fachkompetenz

Gefragt wurde auch nach den Kriterien, die eigene Mitarbeiter für Führungsaufgaben qualifizieren. Dabei zeigte sich, dass bei der Auswahl zukünftiger Leistungsträger in den eigenen Reihen Firmen in Deutschland und der Schweiz stärker auf die fachliche Kompetenz achten. Damit unterscheiden sie sich vom Nachbarn Österreich: Hier stehen Loyalität und Engagement auf dem ersten Platz, um sich für einen führenden Posten zu qualifizieren (s. Abbildung).

Führungskräfte, © Half
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