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Nach Prüfung: Kapitalerhöhung bei Sberbank Europe & VTB Bank Austria

Die beiden Tochterbanken russischer Kreditinstitute haben im Zuge eines sogenannten „Comprehensive Assessment“ durch die EZB eine Kapitalerhöhung durchgeführt.
Von Redaktion
16. November 2015

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat im Jahr 2015 neun weitere europäische Banken einer umfassenden Prüfung, dem sogenannten Comprehensive Assessment, unterzogen.

Unter diesen befinden sich auch die Tochterbanken zweier russischer Kreditinstitute, die ihr Europageschäft über Headquarters in Wien steuern, Sberbank Europe (SBE) und VTB Bank Austria (VTB). Die beiden Banken wurden aufgrund ihrer grenzüberschreitenden Tätigkeiten nachträglich als signifikante europäische Großbanken identifiziert.

Beim Comprehensive Assessment handelt es sich um die bereits aus dem Vorjahr bekannte umfassende Prüfung, im Zuge der Übernahme der direkten Aufsicht durch die EZB für die geprüften Banken. Die Übung folgte dabei hinsichtlich der Methodologie als auch der Prozesse weitgehend den Vorgaben aus dem Jahr 2014. Gemeinsam mit Finanzmarktaufsicht (FMA) und Oesterreichischer Nationalbank (OeNB) hat die EZB erst eine Asset Quality Review (AQR) und dann einen Stresstest durchgeführt.

Im Baseline Szenario bleiben beide Banken mit harten Kernkapitalquoten von 8,8 % (VTB) bzw. 8,9 % (SBE) – bereits inklusive der AQR Ergebnisse – über den geforderten 8 %. Im adversen Szenario verfehlen beide Banken mit 4,1 % (VTB) bzw. 4,2 % (SBE) das Minimum von 5,5 %.

Die Sberbank Europe und die VTB Bank konnten jedoch bereits vor Abschluss des Comprehensive Assessment durch Kapitalerhöhungen (SBE: EUR 240 Mio. und VTB: EUR 200 Mio.) die identifizierte Kapitallücke mehr als schließen.

(Quelle: FMA)

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