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Format: BayernLB klagt auf Rückabwicklung des Hypo-Kaufs

Die Bayrische Landesbank (BayernLB), die 2007 die Hypo Alpe Adria gekauft hat, klagt die Mitarbeiterstiftung, die damals ihre Anteile abgegeben hat, auf Rückabwicklung des Deals. Das berichtet das Magazin Format in seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe.
Von Redaktion
11. August 2011

In der Format vorliegenden Klagsschrift begründet die BayernLB, dass sie sich von den Hypo-Verkäufern hintergangen sieht. Diese hätten die Bayern über wesentliche Umstände der Eigenkapitalausstattung der Hypo in die Irre geführt. Konkret geht es dem Bericht demnach um zwei Tranchen von Vorzugsaktien, die zur Aufbesserung der Kapitaldecke der Hypo genutzt worden seien. Der frühere Bank-Vorstand Wolfgang Kulterer und Hypo-Investor Tilo Berlin hätten laut der Klage verschwiegen, dass die Käufer der Vorzugsaktien über eine Put-Option verfügen und somit dieses Geld nicht zum Eigenkapital gezählt hätte werden dürfen. Entsprechende Unterlagen sollen bei einem Notar verborgen worden sein.

Die Bayern fechten nun laut Format die Kaufverträge an. Ein Sieg der BayernLB vor Gericht hätte demnach auch teure Konsequenzen für die Republik Österreich, die die Hypo 2009 um einen Euro von den Bayern übernehmen und notverstaatlichen musste.

Inhaltlich fußt die Klage laut Format auf Erkenntnissen der CSI Hypo und vor allem auf einem KPMG-Bericht, den die jetzige Bank-Führung der Hypo veranlasst hat und der seit Herbst 2010 vorliegt. Die BayernLB habe nun die Fakten gesammelt und selbst rasch Klage eingereicht.

(Quelle: Format)

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