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Ford: Korruptionsermittlungen

Die Staatsanwaltschaft Köln hat am Montag gegen zahlreiche Ford-Mitarbeiter wegen Korruptionsverdachts ermittelt. Ford zeigte sich in einer ersten Reaktion zur umfassenden Kooperation mit den Behörden bereit.
Von Redaktion
13. Dezember 2010

30 Büros und Wohnungen in Köln und Leverkusen waren am Montag Ziel einer groß angelegten Razzia der Staatsanwaltschaft Köln. Die Ermittlungen der rund 100 Fahnder richten sich gegen Ford-Mitarbeiter. Es geht laut Staatsanwaltschaft um den Verdacht der Bestechung, der Untreue und des Betrugs.

Ford-Mitarbeiter sollen systematisch Schmiergelder und andere Vorteile von Firmen angenommen haben, die mit dem Autobauer Geschäftsbeziehungen hatten oder aufbauen wollten. Im Gegenzug sollen sie unter anderem Rechnungen über Arbeiten akzeptiert haben, die nicht im vom Konzern bezahlten Umfang geleistet wurden.

Nach Angaben der Kölner Staatsanwältin Christina Pohlen wurde auch eine Person festgenommen. "Die Staatsanwaltschaft hat auch Arbeitsplätze einzelner verdächtiger Personen bei Ford, dem geschädigten Unternehmen, untersucht", sagte Ford-Sprecher Bernd Meier in Köln. Personelle Konsequenzen seien bereits "auf allen Ebenen" eingeleitet worden. Ford arbeite eng mit den Ermittlungsbehörden zusammen. Außerdem werde das Unternehmen Schadenersatz von den Beschuldigten fordern.

Neben der Staatsanwaltschaft waren auch das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen und die Steuerfahndung an den Durchsuchungen beteiligt.

(Es gilt die Unschuldsvermutung.)

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