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Fall Hochegger: Telekom Austria will Aufklärung

Die Telekom Austria sprach sich gestern für eine lückenlose Aufklärung der Causa Hochegger und „Valora“ aus. Das Profil hatte am Wochenende über hohe, undurchsichtige Zahlungen an PR-Firmen Hocheggers unter der alten Telekom Austria-Führung berichtet.
Von Redaktion
01. Februar 2011

In einer Aussendung der Telekom Austria heißt es, der aktuelle Vorstand des Konzerns sei „an den jüngst aufgeworfenen Fragen über die seinerzeitige Beauftragung der Agentur Hochegger nicht nur massiv interessiert, sondern treibt diese auch mit Vehemenz voran.“ Dazu seien bereits umfangreiche Unterlagen an die Behörden übergeben worden. Außerdem hat sich die Telekom Austria nach eigenen Angaben bereits dem Verfahren Hochegger/Meischberger als Privatbeteiligte angeschlossen und es seien neue Compliance-Regeln erarbeitet und implementiert worden.

Auch wenn die damals verantwortlichen Auftraggeber in der Telekom Austria, die Vorstände Rudolf Fischer und Gernot Schieszler, nicht mehr im Unternehmen tätig und sämtliche Beratungsaufträge mit Hochegger bereits 2009 gekündigt worden seien, möchte der aktuelle Vorstand von Telekom Austria „keinerlei Fragezeichen im Raum stehen lassen“.

Umfassende interne Revision

Hannes Ametsreiter, der seit April 2009 als Generaldirektor der Telekom Austria Group fungiert, hat laut Pressemeldung bereits nach Auftauchen der ersten Hinweise eine umfassende interne Revision in die Wege geleitet. „Die Telekom Austria kooperiert aktiv mit den ermittelnden Behörden, unsere interne Revision prüft alle Vorgänge in dieser Causa und stellt alle Dokumente zur Verfügung, die zur Klärung beitragen können. Ich habe größtes Interesse an einer professionellen und raschen Aufklärung“, so Ametsreiter.
Weiter hat sich die Telekom Austria dem Verfahren Hochegger/Meischberger als Privatbeteiligte mit einem Betrag von 9.058.800,00 (inkl. USt) Euro angeschlossen. Darüber hinaus prüft sie Verdachtsmomente in der Causa Dr. Peter Hochegger, um mögliche weitere gerichtliche Schritte gegen Beteiligte an dieser Causa in die Wege leiten zu können.

Neue, strengste Compliance-Regeln

Der neue Vorstand der Telekom Austria habe mittlerweile „strengste Compliance-Regeln aufgestellt“. Hannes Ametsreiter: „Zwei Dinge sind mir im Rahmen der laufenden Klärung besonders wichtig: Erstens die rasche und lückenlose Aufklärung über die Vergangenheit, mit klaren Konsequenzen, dort wo es nötig ist. Und zweitens: Glasklare Regeln! Ich habe daher im Sinne einer transparenten Unternehmensführung Mitte vergangenen Jahres ein umfassendes ‚Compliance Paket‘ erarbeiten und unmittelbar in Kraft setzen lassen.“

Weitere Informationen: www.telekomaustria.com

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