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EU-Parlament plant strengere Klimaziele für Autos bis 2030

Das Europäische Parlament hat sich am Mittwoch dafür ausgesprochen, den CO2-Ausstoß von Neufahrzeugen bis 2030 um 40% zu senken und den Marktanteil von emissionsfreien und -armen Fahrzeugen zu erhöhen.
Von Redaktion
04. Oktober 2018

In dem Gesetzentwurf schlagen die Abgeordneten des EU-Parlaments vor, die Emissionen der Flotte neuer Personenkraftwagen bis 2030 stärker zu senken als von der Kommission vorgeschlagen. Die Kommission fordert eine Reduzierung um 30% (Bezugsjahr 2021), die Abgeordneten fordern eine Kürzung um 40%, mit einem Zwischenziel von 20% bis 2025. Ähnliche Ziele sollen für neue leichte Nutzfahrzeuge gelten.

Die Abgeordneten fordern, dass Hersteller, deren durchschnittliche CO2-Emissionen diese Ziele überschreiten, eine Geldbuße an den EU-Haushalt zahlen, die für die Weiterbildung von Arbeitnehmern verwendet werden soll, die von Veränderungen im Automobilsektor betroffen sind.

Die Automobilhersteller müssten auch sicherstellen, dass der Anteil von emissionsfreien und emissionsarmen Fahrzeugen – die weniger als 50g CO2 pro Kilometer ausstoßen – deutlich steigt. So sollen 20% aller Neuzulassungen im Jahr 2025 in diese Kategorie fallen, und 35% im Jahr 2030.

CO2-Emissionstests im realen Fahrbetrieb bis 2023

Das Parlament fordert die EU-Kommission auf, innerhalb von zwei Jahren Pläne für eine Prüfung der CO2-Emissionen im wirklichen Fahrbetrieb mit einem tragbaren Gerät vorzulegen, wie es kürzlich für die Messung von NOx eingeführt wurde. Bis dahin müssen die CO2-Emissionen auf der Grundlage von Daten aus den Kraftstoffverbrauchszählern der Fahrzeuge gemessen werden. Die Abgastests unter Bedingungen des realen Fahrbetriebs müssen ab 2023 durchgeführt werden, so die Abgeordneten.

Verbrauchsdaten und Lebenszyklusemissionen

Bis Ende 2019 muss die EU-Kommission Rechtsvorschriften vorschlagen, die den Verbrauchern zuverlässige und vergleichbare Daten zum Kraftstoffverbrauch sowie zu den CO2- und Luftschadstoffemissionen der in Verkehr gebrachten neuen Personenkraftwagen liefert.

Ab 2025 müssen die Automobilhersteller die nach einem harmonisierten Unionsverfahren ermittelten Lebenszyklus-CO2-Emissionen der von ihnen ab diesem Datum in Verkehr gebrachten Fahrzeugtypen melden.

Die nächsten Schritte

Der Bericht wurde mit 389 Stimmen angenommen, bei 239 Gegenstimmen und 41 Enthaltungen. Die EU-Minister werden ihren Gemeinsamen Standpunkt am 9. Oktober festlegen. Die Verhandlungen mit den Abgeordneten des Europäischen Parlaments über eine Einigung in erster Lesung würden dann am 10. Oktober beginnen.

(Quelle: EU-Parlament)

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