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Datenschutz: Ärztekammer gegen ELGA

Die Wiener Ärztekammer positioniert sich klar gegen die elektronische Gesundheitsakte (ELGA). Diese werde eine „Kostenexplosion“ bringen und sei datenschutzrechtlich bedenklich.
Von Redaktion
10. Mai 2011

Neben den zu erwartenden hohen Kosten von 36 Millionen Euro pro Jahr sei noch nicht ausreichend geklärt, ob das Sammeln und Übermitteln von sensiblen Gesundheitsdaten datenschutz- und verfassungsrechtlich überhaupt erlaubt sei, heißt es in einer Aussendung.

Immer wieder komme es weltweit zu groß angelegtem Online-Datenklau und zu unzulässigen Zugriffen auf vertrauliche Dokumente. Der Vizepräsident der Wiener Ärztekammer, Johannes Steinhart, erinnert an den aktuellen Fall von Datenklau beim Elektronikkonzern Sony, wo mittels illegalen Eingreifens in das Netzwerk Nutzerdaten von 77 Millionen Kunden gestohlen wurden: „Wenn es nicht einmal der IT-Riese Sony schafft, seine Daten zu sichern – welchen Glauben sollen wir dann den ELGA-Managern schenken?“

Für Steinhart ist das „Prestigeobjekt ELGA“ ein „unausgegorenes Abenteuer, deren einzigen Profiteure in der IT-Branche zu finden sein werden“. In diesem Sinne werde die Ärzteschaft in den kommenden Wochen auch massiv die Patienten informieren, welche Risiken in Bezug auf Datenschutz auf sie zukommen werden, sollte das Parlament noch vor dem Sommer tatsächlich das Gesundheitstelematikgesetz, welches ELGA ermöglicht, beschließen.

Quelle: Ärztekammer für Wien

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