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COVID-19: Drei Schritte für mehr Cybersecurity im Home-Office

Das Beratungsunternehmen PwC gibt Tipps, wie Unternehmen sich und ihre Mitarbeiter vor cyberkriminellen Angriffen im Home-Office schützen können.
Von Redaktion
26. März 2020

Die COVID-19-Krise hat Österreich derzeit fest im Griff und stellt Unternehmen nicht nur vor wirtschaftliche, arbeitsrechtliche und steuerliche Herausforderungen. Die landesweite Umstellung auf Home-Office wirkt sich auch als drastische Belastung der heimischen IT Systeme aus und erweckt die Aufmerksamkeit von Cyberkriminellen.

„Auch wenn Unternehmen derzeit vor einer Vielzahl von Herausforderungen stehen, ist es gerade jetzt wichtiger denn je, auch die eigene Cybersecurity im Griff zu haben. In Zeiten, in denen man absolut abhängig von der digitalen Kommunikation ist, können die Auswirkungen von Cybersecurity-Vorfällen weitreichende negative Folgen haben“, warnt Georg Beham, Cybersecurity & Privacy Leader bei PwC Österreich.

PwC gibt drei Ratschläge, wie Unternehmen sich gegen Cyberkriminalität in dieser besonderen Situation schützen können.

1. Prävention: Awareness schaffen

Neben den klassischen Aufgaben zur Absicherung der eigenen IT Infrastruktur sollte aktuell besonderer Fokus auf das Training und die Awareness von Mitarbeitern, vor allem im Umgang mit Phishing E-Mails und SCAM Anrufen, gelegt werden. Insbesondere E-Mails mit allgemeinen Informationen über COVID-19, Links zu Login-Formularen sowie E-Mails mit Anhängen müssen derzeit kritisch hinterfragt werden. Bei Verdacht auf Phishing-E-Mails sollte folgender Fragenkatalog abgehandelt werden:

  • Passen Absender, Inhalt und Schreibstil der E-Mail zusammen?

  • Ist der Absender ein mir bekannter und vertrauenswürdiger Kontakt? Und stimmt die E-Mail Domain mit dem vermeintlichen Absender überein?

  • Wo führt der Link in der E-Mail tatsächlich hin? Um das Ziel eines Links einfach und risikofrei herauszufinden, fahren Sie mit der Maus über den Link ohne diesen anzuklicken.

  • Handelt es sich beim Anhang um eine ausführbare Datei (z.B.: .exe, .msi) oder ein Office Dokument mit Makros (z.B.: .xlsm, .docm)?

Zudem sollten unternehmensexterne E-Mails gekennzeichnet werden. Diese Funktion bieten fast alle E-Mailserver an und erleichtert Mitarbeitern die rasche Identifizierung von externen, möglicherweise gefährlichen E-Mails.

2. Detektion: Überwachung der IT-Infrastruktur

„Ziel der Sicherheitsmaßnahmen von Unternehmen muss es sein, Angriffsversuche vorab zu blockieren bzw. erfolgreiche Angriffe frühzeitig zu erkennen und zeitnah alarmiert zu werden. Das inkludiert das entsprechende Management von Detektionsregeln, Log-Informationen, die Verwendung ausreichender Regelwerke für die Auswertung und Analyse dieser Informationen sowie eine entsprechende Alarmierungskette im Nachgang“, erklärt Georg Beham.

Über die Überwachung der eigenen IT-Infrastruktur hinaus ist es sinnvoll, auch öffentliche Quellen zu beziehen. Informationen über die eigene Angreifbarkeit und das Potenzial eines Cyberangriffes können so beispielsweise über Open Source Intelligence (OSINT) erhoben und abgeschätzt werden.

3. Reaktion: Notfallpläne prüfen und Ernstfall proben

Zur Einschätzung der Unternehmenslage und des aktuellen Sicherheitsrisikos sollten folgende Fragestellungen abgearbeitet werden:

  • Können meine IT- und IT-Sicherheitsexperten zurzeit arbeiten?

  • Haben sie vom Home-Office aus Zugriff auf alle relevanten Systeme?

  • Können sie ihren Monitoring-Aufgaben nachkommen?

  • Sind sie erreichbar bzw. untereinander ausreichend vernetzt (Telefon, Chat, Videotools)?

  • Ist mein Hotline-Betrieb erreichbar?

  • Sind alle Anwender über die Erreichbarkeit der Hotline informiert?

  • Sind die IT-Security und der CISO in den COVID-19-Krisenstab mit eingebunden? Werden die Lageberichte gegenseitig ausgetauscht?

  • Sind alle Cyber-Sicherheitsmaßnahmen aufrecht?

  • Ist die physische Sicherheit auf meine Netzwerke bzw. meine Systeme aufrecht?

  • Haben meine IT- und Security-Experten Zugriff auf Notfallpläne?

(Quelle: PwC Österreich)

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