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Baubranche verpflichtet sich selbst zu mehr Transparenz

Die Österreichische Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft, ÖGNI, bietet Bau- und Immobilienunternehmen Zertifizierungen für nachhaltiges Bauen an.
Von Redaktion
22. September 2011

Mit dem 3P-Ansatz - bestehend aus den Produkten (vor allem Immobilien), den Personen mit ihren Kompetenzen und den Prozessen in Unternehmen – will die ÖGNI in Österreich wissenschaftlich fundierte, international anerkannte und auf den Kapitalmärkten schon geforderte Standards umsetzen.

In Kooperation mit der deutschen Initiative Corporate Governance (ICG) hat die ÖGNI eine zusammenhängende Systematik bestehend aus Empfehlungen und Kodizes erstellt. „Mit diesem Angebot ermöglichen wir Bau- und Immobilienunternehmen durch Corporate Governance, Compliance Management und Corporate Social Responsibility (CSR) umfassend nachhaltig zu agieren“, sagt ÖGNI-Präsident Philipp Kaufmann.

Zertifizierungen für nachahltiges Bauen

Mit dem freiwilligen Regelsystem findet eine Selbstverpflichtung zu mehr Transparenz und nachhaltigem Handeln von Bau- und Immobilienunternehmen statt. Das Gesamtsystem besteht aus fünf Komponenten, die aufeinander aufbauen und von der Wertedefinition über die Umsetzung bis hin zur Zertifizierung führen.

Dies ist für alle Akteure über die gesamte Wertschöpfungskette vom Makler bis zum Investor möglich. Begleitet werden sie von einem ÖGNI-Auditor, der dafür zugelassen ist. Derzeit können Unternehmen auf die Leistung von KPMG, LeitnerLeitner, PWC, denkstatt und M.O.O.CON zurückgreifen. Die Konformitätsprüfung erfolgt vom Zertifizierungsausschuss der ÖGNI, der die Qualität sicherstellen soll.

In Österreich haben sich bislang sechs Unternehmen zur Zertifizierung angemeldet, darunter das Vorarlberger Bauunternehmen Rhomberg Bau, die CA IMMO und EHL Immobilien. Zahlreiche weitere Unternehmen beschäftigen sich aktiv mit den Fragestellungen.

Über die ÖGNI

 Die Österreichische Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft (ÖGNI) ist ein gemeinnütziger Verein der österreichischen Bau- und Immobilienwirtschaft, um ganzheitliche Nachhaltigkeit zu etablieren. Der Verein wurde 2009 gegründet. Der Verein bietet das DGNB Gebäudebewertungssystem, die BlueCard für die Analyse von Bestandsgebäuden und die ICG-Zertifizierung für ethisches Handeln an. Darüber hinaus werden Veranstaltungen, wie die blueBUILT, der Bauherrenkongress oder die BUILD2GETHER, organisiert.
 ÖGNI zeichnet „Blue Buildings“ aus, die in ökologischer, ökonomischer und sozio-kultureller Sicht höchsten Anforderungen entsprechen.

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