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Automobilzulieferer: Kartellbußen von 138 Mio. Euro verhängt

Die japanischen Autozulieferer Melco und Hitachi haben einem Vergleich mit der EU-Kommission in Höhe von knapp 138 Mio. zugestimmt. Sie hatten mit Denso illegale Preisabsprachen in Bezug auf Generatoren und Anlasser getroffen. Denso als Kronzeuge wurde die Geldbuße erlassen.
Von Redaktion
28. Januar 2016

Die Europäische Kommission belegte Melco (Mitsubishi Electric) und Hitachi mit Geldbußen von zusammen exakt 137.789.000 Euro. Denso wurde die Geldbuße erlassen, weil das Unternehmen als Kronzeuge die Kommission von dem Kartell in Kenntnis gesetzt hatte. Alle drei Unternehmen räumten ihre Kartellbeteiligung ein und stimmten einem Vergleich zu.

Die Verstöße:

Mehr als fünf Jahre lang stimmten die drei japanischen Autoteile-Hersteller ihre Preise für Generatoren und Anlasser ab und teilten Kunden und Projekte, bei denen es um diese beiden wichtigen Automobilbauteile ging, untereinander auf.

Die Gespräche zur Bildung des Kartells und zur laufenden Abstimmung des Wettbewerbsverhaltens wurden außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) geführt. Doch das Kartell betraf auch europäische Kunden, da die Generatoren und Anlasser auch direkt an Automobilhersteller im EWR verkauft wurden, führt die EU-Kommission in einer Pressemitteilung aus.

Die Kommission stellte im Zuge ihrer Untersuchung fest, dass sich Vertreter der Unternehmen zwischen September 2004 und Februar 2010 regelmäßig in ihren Büroräumen und in Restaurants trafen und sich per Telefon abstimmten, um den Wettbewerb untereinander zu begrenzen. Das wettbewerbswidrige Verhalten der drei Unternehmen umfasste konkret:

  • die Abstimmung ihrer Reaktionen auf bestimmte Ausschreibungen von Automobilherstellern. Dabei wurden insbesondere die Angebotspreise festgelegt und vereinbart, wer den Zuschlag erhalten sollte;

  • die Aufteilung bestimmter Kunden und Projekte, für die Generatoren und Anlasser zu liefern waren;

  • den Austausch sensibler Geschäftsinformationen wie Preiselemente und Marktstrategien.

Die Geldbußen:

Geldbußen , © EU Kommission
Geldbußen

(Quelle: EU-Kommission)

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