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Arbeitsschutz: Deutsche Gewerkschaft fordert Gesetze gegen Stress

Die deutsche Gewerkschaft IG Metall fordert mit ihrer „Anti-Stress-Initiative“ eine verbindliche Verordnung zu arbeitsbedingtem Stress, an die sich die Unternehmen halten müssen.
Von Redaktion
27. Januar 2012

Der Arbeits- und Gesundheitsschutz sei in Deutschland gut geregelt, heißt es in einer Presseaussendung der IG Metall, doch der Faktor arbeitsbedingter Stress stelle eine Lücke im Arbeitsschutz dar. Diese will die IG Metall mit einer „Anti-Stress-Initiative“ schließen.

Verbindlichkeit schaffen

Stress, Erschöpfung oder gar Burnout belaste nicht nur betroffene Beschäftigte, psychosoziale Belastungen wirken sich laut IG Metall auch auf die Betriebe und auf das Gesundheitssystem aus: Nach Erhebungen des statistischen Bundesamtes kosten Behandlungen psychischer Erkrankungen jedes Jahr um die 27 Milliarden Euro. Den betrieblichen Produktionsausfall schätzen Experten auf 26 Milliarden Euro.

Mit der „Anti-Stress-Initiative“ hat sich die IG Metall zum Ziel gesetzt, den Schutz vor psychischer Gefährdung in der Arbeit in eine konkrete Verordnung zu fassen. Die Verordnung solle etwa Regeln für Lage und Verteilung von Arbeitszeiten, zum Vorgesetzten-Verhalten, zur Taktung von Arbeitsabläufen oder auch zu Grenzen für Belastung durch Projektarbeit enthalten, sagte Hans-Jürgen Urban von der IG Metall auf einer Pressekonferenz in Berlin.

Die bestehende "freiwillige Rahmenvereinbarung" hält Urban für weitgehend wirkungslos.

Kooperation mit Wissenschaft

Ein Bestandteil der Initiative soll der vertiefte Austausch mit Wissenschaftlern sein. Zum Beispiel mit Gesundheitswissenschaftlern, mit der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie und mit Arbeitsschutz-Juristen.

Der Gesundheitswissenschaftler und Leiter der Forschungsgruppe Public Health, Rolf Rosenbrock, erklärt: „Das zentrale Problem ist nicht das Fehlen von allgemeinen gesetzlichen Vorschriften oder Mängel an gesichertem Wissen. Sondern der Unwille in der Mehrzahl der Unternehmen in Deutschland, den Vorschriften zu folgen und das Wissen zu nutzen.“

(Quelle: IG Metall/ red)

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